Zur besseren Übersicht habe ich meine Beiträge hier zusammen gefasst und durch nummeriert. Es versteht sich das es Literatur im weitesten Sinne ist, die sich aber ausschliesslich mit der engeren Region, Brunsbüttel, Dithmarschen und Schleswig Holstein befasst und auch nur ein Bruchteile dessen darstellt was über und für diese Region geschrieben wurde. Lieder ist es nirgend geschlossen gesammelt und daher der Beignn einer Sammlung hier. Um Ergänzung wird gebeten:
Übersicht
01-Adel in Dithmarschen 1929
02-Albersdorf Chronik
03-Art und Ahnen Gustav Frenssen, Johnsen 1934
04-Auufer - Die Chronik von..1987
05-Bilder aus der Zeit 1920 -1970
06-Bramstedt - Chronik von
07-Brockdorf - Das Kirchspiel Brockdorf 1220 -1920
08-Brunsbüttel - Das schöne BRUNSBÜTTEL
09-Brunsbüttel - Kirchort 1679-1979
10-Brunsbüttel - Bauern-Handwerker -Seefahrer
11-Brunsbüttel - Brunsbütteler Spuren
12-Brunsbüttel in alten Ansichten 1
3-Buchholz - Chronik der Gemeinde 2005
14-Burg - Aus der Geschichte unserer Heimat
15-Burger Geschichte - Burger Geschichten
16-Büttel an der Elbe
17-Das Leben eines Landarbeiters
18-Dieksanderkoog - Heimatbuch 1935-1960
19-Dithmarschen- Das Leben des Tagelöhners Johann Wiese
20-Dithmarschen - Hausgeographie von
21-Dithmarschen - Blätter der Heimatgestaltung div.
22-Dithmarschen - Erster Geschlechtertag 1933
23-Dithmarschen - Land und Leute 1900
24-Dithmarschens - Geschichte Dithmarschens 2000
25-Dithmarschens - Kurze Geschichte .. Beber
26-Dithmarschen - Kaiserzeit auf dem Dorfe
27-Eddelak - De Mönkenkarkhoff 1937
28-Eddelak - Johannssen
29-Eddelak - gestern u. heute - Chronik d. Gemeinde 1991
30-Friccius - Stammbaum der Familie Friccius
31-Friedrichskoog - Denkschrift zum 50 jährigen Bestehen
32-Glückstadt im Wandel der Zeit
33-Grevenkop - Geschichte eines Dorfes
34-Frenssen, Gustav in seiner Zeit 1997
35-Hedde - K.P.Hedde - Familie
36-Hedwigenkoog - Geschichte eines 300 j,
37-Historische Orte erzählen
38-Kaiser - Wilhem - Koog 100 Jahre
39-Kudener Chronik 1992
40-Marne - Chronik der Stadt 1991
41-Marne - Der Bewohner des Kirchspiels 1913
42-Marne- Geschichte der Stadt u. d. Kirch 1923
43-Marne - im Wandel der Zeiten 1954
44-Marne Land - Chronik des Amtes 1995
45-Moin, Moin !
46-Neocorus - Chronik des Landes Dithmarschen
47-Neufelderkoog - 75 Jahre Neufelderkoog 2000
48-Rusch - Der illustrierte Schimmelreiter
49-Rusch - So funktioniert Dithmarschen
50-Schleswig Holstein - Flüchtlingsland
51-Schleswig Holstein - Ortsnamen und Ortsgeschichten
52-Schleswig Holstein - Schlösser u. Herrenhäuser
53-Schleswig Holsteinisches Sagenbuch
54-Schleswig Holsteins - Kartographie u. Topgraphie 1475-1652
55-Schröder - Chronik der Dithmarscher Bauernfamilie
56-St.Margarethen - Kirchspielchronik 1913
57-St.Michaelisdonn - Chronik der Gemeinde
58-Steinburg - Heimatbuch des Kreises Steinburg
59-Süderdithmarschen
60-Süderhastedt- Ein Dorf i. Wandel d. Zeit
61-Tegetthoffs Marsch in die Nordsee
62-Tieden / Ivo Braak
63-Volksleben in holsteinischen Gutsbezirken-
64-Wilster - Meister Jürgen Heitmann der Ältere in
65-Wilster - Denckmahl von den hohen Wasser Fluthen
66-Wilster - Fliegende Blatt, Das
67-Wilstermarsch- im Bild , Die Bauernhöfe der
68-Wilstermarsch - Die Bauernhöfe m.i. Familien
69-Windbergen - De Reis na´n Hamborger Dom
70-Windbergen - Geschichte der Gemeinde 2004
71-Witt- Warstede Stammbaum 1935
72-Wiese Das Leben des Tagelöhners Johann
Die Beiträge gereiht wie oben angeführt
1- Der Adel in Dithmarschen
Martin Steinhäuse, Nindorf Jahrbuch für Dithmarscher Landeskunde Band IX 1929 Heide 101 Seiten s/w Dithmarschen und der holsteinische Adel bis zur Eroberung des Landes Der holsteinische Adel im eroberten Dithmarschen Adelsgüter in Dithmarschen Sarzbüttel, Streiwisch, Bargenstedt, Frestedt, Lutgenharstedt, Friedrichshof, Süderwisch, Volsemenhusen, Riese Verfassungsform der dithmarschen adligen Besitzungen Verhältnis der dithmarscher Bauern zum Adel und seinen Dienstleuten Der Adel als Geldgeber in Dithmarschen Literatur und Quellenverzeichnis und viele Querverweise Die Auflistung der Unterteilungen zu dieser ihrer Zeit entsprechend sehr sachlichen Arbeit von Steinäuser, ist ein Einblick in wertvolles Quellenmaterial. Naturgemäss liegt der Schwerpunkt der Ausführungen auf Friedrichhof und Lutgenharstedt, weil hierfür mehr Informationen vorliegen und diese Güter länger Bestand hatten. Auch der Geschichte des Balthasar Hans von Buchwald und dessen Streit mit der Landschaft um die Immunität seines Gutes wird breiten Raum gewidmet.
2 - Chronik von Albersdorf - Otto Nottelmann, Vom Stahlbad zum Luftkurort,Verlag Boyens Co 1985.Auf 130 Seiten gebunden, zahlreiche s/w Fotos und Karten.Diese kurzgefasste Chronik der Gemeinde die viel über deren Bedeutung als Luftkurort erzählt und mehr an ein Mitbringsel nach einem Kuraufenthalt, denn als Chronik angesehen werden kann. Für Familienfoscher wäre die Produktion der Arbeit von Frau Antje Magdalena Harders aus Albersdorf wertvoller weil diese ausführlicher und lebensnaher ist.
3 - Gustav Frenssen Art und Ahnen
von Wilhelm Johnsen , Heide 1934 180 Seiten 184/240 mm s/w einige Fotos Es hätte ein gebundenes Buch werden sollen, aber aus Geldmangel wurde die interessante Arbeit von Johnsen als 13 Band des Jahrbuchs der Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung herausgegeben. Was hier an Material zusammengetragen wurde erfreut jedes Forscher Herz, wenn er im Raum Süderdithmarschen nach Ahnen sucht. Immerhin hier geht es um die Ahnen des Blut und Bodendichters Frenssen, dem erfolgreichen deutschen Schriftsteller zwischen 1901 (Jörn Uhl) und 1926 (Otto Babendiek) und drüber hinaus. Frenssens Heimat war Barlt. Wilhelm Johnsen widmet das Buch dem verehrten Meister zum siebzigsten Geburtstag zunächst mit kurzen, klugen und dummen Sätzen aus den Werken des umstrittenen Freund unserer Heimat. Schnell kommen wir in den Bereich der vorkirchlichen Bücher in Dithmarschen und den wertvollen Auswertungen die Johnsen seinerzeit in Archiven vorgenommen hat. Er schildert nicht nur anschaulich sondern untermauert mit Quellen nicht nur die Frenssenahnen sondern auch viele Familienzusammenhänge und er schafft sogleich Verwirrung. Wodurch man angehalten ist einige Details mehrfach zu lesen. Brillanter Jongleur von Daten und Familienzusammenhängen. Und was dem ehemaligen Lehrer Johnsen aus Averlak hoch anrechne, er schmeichelt nicht dem Medien und Macht verwöhnten Frenssen der 30er Jahre wenn es um "schwarze Schafe" geht in dessen Ahnenreihe.
4 - Die Chronik von Auufer
erstellt von Otto Bunte 1987, auf 112 Seiten 16/230 Besitzer der Höfe in Auufer ,Urkunden ,Ansichten der Höfe und Häuser Den Hinweis zur dieser Chronik fand ich ich in der Österreichischen National Bibliothek. Das kleine Büchlein ist für mich zu einem besonderen Schatz geworden denn es enthält eine Urkunde die die Ankunft der Zornig aus dem fernen Ostpreussen hier in Holstein bezeugt der darin erwähnte Wilhelm Zornig (1676-1774) ist mein Urgroßvater in 6. Generation Habe Deine Lust an dem Herrn, er wird Dir gegen werden. Hans und Margretha Zornig – Anno 1756 , ist Text eines Dielenbalken der noch heute in dem Wohnhaus an dergleicher Stelle als Wandschmuck dient. Ganz persönlich zu den Zornigs . die über Geneartionen einige (auch bedeutende) Lehrerfamilien hervorbrachten in Steinburg und Dithmarschen. So um 1700 gelangt Wilhelm Zornig (1676-1774) er wurde wirklich 98 Jahre alt, auf Wegen die noch zu klären sind, nach Holstein. Seine erste Erwähnung in Holstein finden wir im Kirchenbuch von Breitenberg im Taufregister 1713 bei der Geburt der wohl der ältesten Tochter, diese überlebt und heiratet später zweimal. Sieben weitere Kinder überleben die Eltern.Unsere aus Holstein stammenden Ahnfrau Anna Margretha Bolten ca. 1690 - 1768 gebärt noch im biblischen Alter bis 1737 (auch Boldt or Bohlt) die Schreibweisen vor 1700 in diesem Gebiet vor dem seit 1700 eingeführten Festnamen. 1718 wird Johann Zornig 1718-1780 geboren, er ist unser direkter Vorfahre blieb in Kellinghusen wohnen, erst dessen Sohn Claus Zornig 1750-1828 ....Arbeitsmann auf dem Blangenmoor, gebürtig aus dem holsteinischen ,war seit vielen Jahren hier nun ansässig....(1828 Totembuch Eddelak) zieht um 1780 Richtung Elbmündung, heiratet die Silke Ösau 1750-1828 aus Brockdorf , gründet von Büttel und St. Margarethe und dann Blangenmoor die sich dann hier ausbreitende Zornigfamilie, welche im männlichen Stamm heute dort zahlreich weiterlebt. Den noch lebenden Zornigs und Anverwandten würde ich gern einen maßgeschneiderten Stammbaum vorlegen, dazu fehlen mir aber in der Regel die notwendigen Daten zwischen 1920 und heute. Wer diese Lücke auffüllen kann möge es bitte tun. Ein Aufruf und nach persönlichen Briefen mit wenig Erfolg. Für einen Familienforscher ist es eine kleine Sensation dass mir im letzten Sommer der genaue Wohnort des Wilhelm Zornig (1676-1774) bekannt wurde. Jetzt liegt mir der Abdruck des Kauf-Kontraktes vom 28. Dezember 1757 vor, als Beweis dafür dass die Zornigs zu der Zeit nicht mittellos waren und der gute Wilhelm aus Ostpreußen kommend wahrscheinlich eine Art Ablösung von seiner Herrschaft behalten haben muß. Kann (will) mir vorstellen dass Wilhelm Zornig seine Heimat Groß Schwansdorf an der östlichsten Seite von Ostpreußen nicht ganz freiwillig verlassen hat sondern einer Familie Ranzau, die im Osten aktiv war, nach Holstein gefolgt ist. Oder es ist ganz einfach die Wirren und Nachwirkungen des 30 jährigen Krieges. Nun Wilhelm ist hier, wird stolze 98 Jahre und als sein Sohn Hans 1755 heiraten will schafft der gute Vater ihm Land und Kate, denn die zukünftige Schwiegertochter Margaretha Thode aus Boostedt ist auch nicht ohne. Schließlich ist zum Zeitpunkt der Eheschließung am 30. Oktober 1755 schon der nächste Zornig unterwegs, der nur zwei Monate später am 7.1.1756 geboren wird und Jochim getauft wird ,nach seinem Großvater Jochim Thode , der Erstgeborene stirbt aber am 3.Marz.1756 Doch 1758 wird Wilhelm Zornig (1758- 1840) geboren, Marx Zornig 1763 – 1824 ist das letzte der 6 Kinder das in dem Haus über dessen Kauf im Kontrakt berichtet ist , geboren wird. Denn nur 7 Jahre leben die Zornigs unter dem eingangs erwähnten Spruch. Am 18.3.1763 verkauft Hans (richtig Johann) Zornig den Hof, Kate und Grundstück an Andreas Bieber, das sein Vater für íhn gekauft hatte, um Dreihundert Silber und Dreißig Marck Lübsch sowie Zwölf Schilling guter gangbarer Müntzen… sämtlich in Pfingstgeldtagen Mark für 1 Morgen und 443 Ruten Land in Auufer bei Breitenberg, zwischen Stör und Hörnerau (wo sich noch Ebbe und Flut auswirkten) Unser Hans (richtig Johann ) hat Glück, denn seine gute Margaretha, geb.Thode, erbt und verbessert die wirtschaftlichen Umstände erheblich, indem die Familie nach Boostedt übersiedelt auf die Landstelle von Opa Thode. Wilhelm Zornig mitgezogen wird mitgezogen sein er stirbt 1774 hochbetagt denn seine beiden Töchtern die hier gut verheiratet waren auf „freie Katenstellen in Auufer“ nämlich Anna Magdalena 1686-1768 verheiratet mit Siem Kühl gestorben 1754 und Malene Zornig die mit Hinrich Sibbern und danach mit Hinrich Fehrs verheiratet war sind um 1763 schon verstorben. Also noch kein Happy End. Bleiben wir dran? Übrigens: diese und andere Informationen habe ich in der Österreichischen National Bibliothek gefunden. Inzwischen ist auch die Chronik von Auufer auf meinem Tisch.O.Bunte hat diese 1987 zusammengestellt und die vielen Informationen konnte ich mit den mir vorliegenden Informationen mühelos verschmelzen. Es sind auch Fotos von dem erwähnten Hof (genannt Hof Bunte Dorfstrasse 5) in dem Büchlein, das mir Bürgermeister Körner zusandte, der heute in diesem Haus lebt. Das Büchlein kam ohne Beibrief, hätte mich über ein Foto des Türbalken sehr gefreut, doch so sind sie eben die Holsteiner, haben Angst das man ihnen was weg nimmt. Vielleicht fährt ja mal wer vorbei das ist sicher überzeugender. 5 - Bilder aus der Zeit 1920 -1970 ISBN 3-87550-120-9, Möller Söhne Rendsburg.mit all den Themen von „damals“, nicht direkt aus Brunsbüttel aber von nebenan.
6 - Chronik von Bramstedt
Broschek Verlag Hamburg 1959 von Hans H. Harbeck Der Autor zählt zu den bekannten Heimatforschern seiner Gegend und hat sich von 1936 bis zu seinem Tode 1950 mit der Materialsammlung für die Chronik beschäftigt. Das Buch mit 500 Seiten (160/230 mm s/w ) hebt sich wohltuend von den Auftragswerken späterer Generationen ab. Harbeck lässt streckenweise, erbarmungslos alte Zeiten auferstehen. Besonders scheint es ihm der streitbare Pastor Daniel Hartnaccius (1642- 1702) angetan zu haben. Dessen Sohn Carl Emil 1674-1744 war später ebenso kämpferisch und halsstariger Prediger zu Eddelak und dessen Sohn Samuel Gottfried 1708-177 war Pastor zu Reinsbüttel. Die Hartnack (oder Hardenack) kamen aus Hameln nach Holstein und begründeten die heute noch lebenden Zweige in Norderdithmarschen die später auch als Müller in zahlreichen Orten zu finden sind. Zurück nach Bramstedt und zur Chronik die viel Einblicke gewährt, aber am Ende dem Forscher doch manches schuldig bleibt. Es fehlen Register, Quellenverweise und das Buch ist fast ohne Abbildungen und sieht man von den spärlichen 21 Bildern ab. Man merkt der Autor hat das Buch nicht persönlich in den Druck bringen können.
7- Das Kirchspiel Brockdorf
Wilster 1920 Heimatverein der Wilstermarsch Band 2 Buchdruckerei Johann Schwark. Im Kleinstformat 110/150 mm 74 Seiten s/w Dennoch mit Namensregister zehn Seiten, einigen Urkunden, sowie das ältesteEinwohner Verzeichnis des Kirchspiels. Kleiner Einblick: Zu Beginn des vorigen Jahr-hunderts hatte Schulmeister Vett etwa 30 Jahre lang Dienst. Zu seiner Zeit waren 180 bis 200 Kinder im Kirchspiel schulpflichtig. Aber nur ein recht geringer Teil besuchte die Schule. Auf der Landscheide wurde dem Pastor einmal auf dessen Ermahnung geantwortet: „Min Kind schall ne so veel leer’n Herr Paster. De Geleertesten sünd meist ok de Verkehertesten“. Im Unterricht liebte Vett die plattdeutsche Sprache.Auch war er eifrig auf Reinheit bedacht. Wenn zum Beispiel ein Kind fragte: „Schoolmeister, schall ick mal ut de Stuv“ dann antwortetet er. „Du wult wul en Stadtminsch warn“. Es heißt nicht „Stuv“ sondern „Dönns“. Meine Meinung: Liebenswertes Kleinod auch weil ein Vorfahre der Lehrer Jacob Zornig darin Erwähnung findet, der sehr früh das Talent des Brokdorfer Heimatdichter Paul Trede erkannte und förderte, ist es für mich besonders wertvoll. *)Brochthorp ist das Dorf "im Bruch"
8 - Das schöne BRUNSBÜTTEL
Schicksale und Denkmäler von Wilhelm Johnsen Büchlein s/w, 1951 im Reprint 1980 – Heimatmuseum. Beauftragt vom Verein für Brunsbüttler Geschichte;Pastor Hein Heinrich und Bürgermeister Kaminski Ausschnitt und Längsschnitt aus der Geschichte einer Landschaft und eines Kirchspiels, zugleich ein Führer für besinnliche Leute 105 Seiten 62 teilweise historischen Abbildungen s/w Fotos als Bestandsaufnahme der 30er Jahre.Sehr informativ, geschrieben im Stil eines Reiseführer der Vorkriegszeit wie immer verliert sich Wilhelm Johnsen in endlos langen Sätzen die man oft zweimal lesen darf, um Zusammenhänge zu erkennen. Wertvoll für Kenner der historischen Szene Und noch wertvoller in Kombination mit der Brunsbüttler Bibel (Zitat:Norbert Wenn) Bauern Handwerker Seefahrer die 1961 erschienen ist.
9 - Kirchort Brunsbüttel 1679-1979
Dithmarschen Zeitschrift für Landes und Heimatpflege Heft 1 /1980 ,20 Seiten A4 s/w mit zahlreichen Ansichten und Karten und 18 Seiten regionaler Werbung, ein toller Einblick in die damals noch blühende gewerbliche Wirtschaft vor Ort. Diese Hefte erscheinen bei Boyens, das genannte ist längst vergriffen. Die Beiträge aus dem Heft. Nis.R.Nisssen,Jubiläum in Brunsbüttel .Wolfgang Teuchert, Die Jacobuskirche in Brunsbüttel.Johannes Habich, Die Neuanlage des Kirchorts Brunsbüttel vom Jahre 1675 .Nils R. Nissen. Die Geschichte Brunsbüttels .Wolfgang Laur ,Die Ortsnamen in und um Brunsbüttel (Anm. : Hochinteressante Infos aus Orts und Flurnamenforschung) .Heinz Heinrich/Wilhem Johnsen, von Pastoren,Diakonen,Schulmeistern und Reformatoren. Vieles was wir hier finden, findet sich in anderen Büchern und Beiträgen über die Stadt wieder. Richtig los gehts erst mit den Preussen und dem raschen Wachstum in der Region das kein Wachstum war für Brunsbüttel (die Einwohnerzahlen fallen sogar während sie anderswo an der Westküste steigen). Aber Wilhelms Wille geschah und von hier an wird die Entstehung der Stadt Brunsbüttelkoog minutiös beschrieben.
10 - Bauern-Handwerker-Seefahrer
Zeit und Lebensbilder aus dem Kirchspiel Brunsbüttel und aus dem Lande Dithmarschen 1550-1850. Mit 49 Bildern und einer Karte aus Zeichnungen von W.H.Lippert 1961 Verein für Brunsbütteler Geschichte ,Wilhelm Johnsen (1891-1984), 470 Seiten.Das Buch ist lange vergriffen wird aber sehr häufig im antiquarischen Buchhandlungen auch im Internet angeboten.Meine Meinung: Auch wenn sich dieses Buch Brunsbüttel widmet sind zahlreiche Passagen der Geschichte Eddelaks vorbehalten, da es von hier ausführlichere Quelle gibt. In 18 unterschiedlichen Themen führt der Autor uns mit absoluter Detailtreue und Sachkenntnis tief in den Alltag der Region Brunsbüttel, Eddelak und weiter auch nach Meldorf. Er stellt dabei glaubwürdig die Abhängigkeit der wohlhabenden und der ärmlichen Bevölkerungsgruppen unter einander in ausgewählten Beispielen von bezeugten Einzelschicksalen. Als Kenner zeichnet Johnsen ein durchaus liebevolles, aber auch sozialkritisches Bilder der Menschen und der Landschaft. Vor dem Hintergrund - und stellenweise aus der Sicht der protestantisch beherrschenden Kirche. So erleben wir eine Volkfrömmigkeit wie sie heute eher aus dem alpenländischen Raum bekannt ist. Die Menschen hier sind der See ungeschützt ausgesetzt, die Kirche ist nicht nur geistige Insel sondern Oft Zufluchtsort. Schutzraum. Johnsen weist auf längst vergessene dramatische Höhepunkte der Vergangenheit hin. Wo die bezeugte Datenlage dünn wird, weicht Johnsen ins fabulieren aus und überbrückt ohne Sensationslust und Sentimentalität Zeiträume, was ich als durchaus spannend immer wieder nachlese. Voll mit Fakten Daten für den Ahnen-Hofforscher und den regionalen Historiker, als der Wilhelm Johnsen ja selbst einer war. Und wichtig bei Johnsen peinlichst belegt mit Quellen, Namen und Sachverzeichnis. Trefflich die Anlage der Hofblätter „eines alten Viertels, Nordhusen, Diekshörn, Mühlenstraßen und Groden,“ mit einer Fülle von genealogischen Daten. (Johnson zeigt uns nur einen Bruchteil dessen, was er in seinem rührigen Schaffen gesammelt hat) Eine Quelle für Leute, die nicht nur nach der schönen alten heilen Welt in der Vorzeit suchen, sondern einen Blick in den Lebenskampf unser Vorfahren werfen wollen und sich dafür Zeit nehmen. Der vom Autor gepflegte Schreibstil ist nicht langweilig, teilweise launig wir die Menschen dort oben selbst, aber der Stil fordert von seinen Lesern Aufmerksamkeit und Zeit. Bedauerlicher Weise ist das Lebenswerk von Johnsen (ebenso jenes von Hugo Gehrds 1874 -1960, vom dem Johnsen viel profitierte) weder im vollem Umfang gesammelt sondern nur in Fragmenten im Meldorfer Museum einsehbar und/oder aus den Veröffentlichungen die in den regionalen Zeitungen erfolgten oder in familienkundlichen Publikationen Norddeutschlands. Ich schätze mich glücklich einiges davon in kopierter Form in meinem Archiv zu haben.
11 - Brunsbütteler Spuren
Beiträge zur Heimatgeschichte ,Boyens Druck Verein für Brunsbütteler Geschichte eV.,Hefte A5 gebunden zwischen 100 und 120 Seiten zahlreiche s/w Abbildungen, Fotos, Dokumente, Karten zahlreiche Quellenhinweise. Eine äußerst nachahmenswerte gut gestaltete Arbeit des Verein für Brunsbütteler Geschichte die weiter zu führen der Unterstützung und dem Zuspruch der Bürger der Region Bedarf. Zu beziehen durch das Heimatmuseum Brunsbüttel und im lokalen Buchhandel, wie ich annehme. Sehr empfehlenswert und ich entschuldige mich, das ich diese Informationen erst heute hier herstelle.
Inhalt I / 1986 ISBN 3-8042-0382-5 Verlegung des alten Kirchspielortes Brunsbüttel Die Brunsbütteler Kirchspielvögte Aufgaben des Kirchspielsboten in Süderdithmarschen Das Amt des Nachtwärters in Brunsbüttel Die Anfänge der Post in Brunsbüttel Die 200 jährige Geschichte des Ortes und späteren Stadt Brunsbüttel Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede
Inhalt II / 1988 ISBN 3-8042-0382-5 Die wechselvolle Geschichte Brunsbüttels im Verlaufe von 700 Jahren Ostermoor- der schicksalhafte Niedergang eines Dorfes Ein Spaziergang durch die Vergangenheit und Gegenwart Brunsbüttels Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede
Inhalt III / 1988 ISBN 3-8042-0382-5 Die Schulverhältnisse in Brunsbüttel von 1606-1920 Die Schulverhältnisse in Brunsbüttel-Ort von 1920 bis heute Die Entwicklung des Feuerlöschwesens Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede, Friedrich Wilhelm Claussen,Siegfried Drews, Dr.-Ing. Peter Fischer
Inhalt IV / 1989 ISBN 3-8042-0492-9 Die Kirche in Süderdithmarschen von der Reformation bis zur Preußenzeit Die Geschichte der Boje Realschule Die Feuerwehr in Brunsbüttelhafen/Brunsbüttelkoog Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede, Dr.-Ing. Peter Fischer.
Inhalt V/ 1990 ISBN 3-8042-0543-7 Die Entwicklung von Brunsbüttelkoog bis in die 20er Jahre Brunsbüttel nach dem ersten Weltkrieg Brunsbüttel nach dem zweiten Weltkrieg Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede
Inhalt VI / 1991 ISBN 3-8042-0492-9 Ein Historischer Spaziergang durch Brunsbüttelhafen und zur Mole IV Zur Entwicklung des Gymnasiums Brunsbüttel Das Armenwesen in Brunsbüttel Zur Geschichte der Volksschule Brunsbüttel Nord Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede, Uwe Siemen,Kai H. Tange.
Inhalt VII / 1992 ISBN 3-8042-0603-4 Die evangelische Kirchengemeinde Brunsbüttelkoog und die Paulus Kirche Sturmfluten, Deichbrüche und Landverluste froherer Jahrhunderte im Kirchspiel Brunsbüttel Brunsbüttel Süd gestern und heute Die Prediger der Jacobus Kirche in Brunsbüttel von der Reformation bis zur Gegenwart Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede Friedrich Piehl,Kai H. Tange
Inhalt VIII / 1993 ISBN 3-8042-0641-7 Der Landesgevollmächtigte Peter Hinrich Piehl Aus dem Leben von Peter Jakob Hedde, dem letzten Kirchspielvogt Brunsbüttels Der Heimatdichter Emil Hecker Über das Wirken von Pastor Heinz Heinrich in Brunsbüttel Über das Wirken der Boies aus Brunsbüttel vor 1674 Beiträge von Prof. Dr. Klaus Kleine- Weischede
Inhalt IX / 2000 ISBN 3-8042-1018-X Industrialisierung Brunsbüttel 1900 bis 2000 von Christine Sengebusch
Inhalt X / 2005 ISBN 3-8042-1228-X Die Elbe, der Nord-Ostsee-Kanal und das Lotsenwesen Verfasser. Max Tiedemann
12 - Brunsbüttel in alten Ansichten
H. Lewerenz ISBN 90 288 5989 aus 1995 Der Text wurde mit der Chronikgruppe der Volkshochschule Brunsbüttel erarbeitet. Ich nehme an das dies bekannt ist, aber was ist mit der Chronikgruppe? In dem Buch Brunsbüttel und Umgebung ISBN 3-89702-348-2 wird H. Lewerenz deutlicher was den Fotonachweis anbelangt: Zur Arbeitsgruppe Brünsbütteler Chronik zählen demnach Hans Walter Engelken,Friedrich Hanse,Helmut Kann ,Dr. Fritz Lorenz ,Karl Martin ,Dr. Fritz Pohl, Heinz Wendt ,Norbert Wenn.
13 - Chronik der Gemeinde Buchholz
Mit mehr als 2,5 kg die schwerwiegenste aller Chroniken in meinem Bestand , 730 Seiten stark 210/300 mm gedruckt bei Boyens viele Seiten davon buntfärbig. Herausgegeben von der Gemeinde Buchholz in Dithmarschen. Der Stolz von Bürgermeister Rudolf Wieckhorst kann sich sehen lassen. Das Heimatbuch entstand in 10 jähriger Gemeinschaftsarbeit von Karl Sießenbüttel, Harald Gehrt und anderen und ist dennoch aus einem Guss. Da dürften die Leute von Boyens sachdienlich geholfen haben, es ist einfach perfekt gemacht. Was gibt es soviel zu erzählen über ein Dorf mit ein paar hundert Seelen? Vieles wie man bald merkt - nichts überflüssiges. Hier wird wirklich Heimatkunde erster Klasse betrieben. Nicht übertrieben, sondern immer interessant, auch spannend verfasst. Familienkunde sowieso und zur Hofforschung weiß das Buch alles zu erzählen und zeigt es auch ausgiebig in Gegenüberstellungen von Hofgebäuden früher und heute im schönen Layout. Beim Lesen werden alte Handwerke und Lebensweisen wieder lebendig. In dieser Chronik wird nicht wie woanders streckenweise und stümperhaft abgeschrieben, hier wird die Geschichte einer Siedlung in unserem Raum an Hand den Funde aus der frühen Jungsteinzeit bis heute erzählt. Die Landgewinnung, das urbar machen der moorreichen Gegend entsteht vor dem geistigen Auge. Die Bedeutung des heute unbekannten Brennstoffs Torf wird bis in Detail dokumentiert. Die schöne und schlechten Zeiten kommen zu Wort und es wird durchaus kritisch bei den kritischen Jahren des vergangen Jahrhundterts. Aus der Gemeinde bleiben 52 Männer im zweiten Weltkrieg. Den meist jugendlichen Gesichtern ist genügend Raum gewidmet und diese werden ergänzt durch persönliche Daten. Auch den Toten der Heimatvertriebenen wird ebenso gedacht. Natürlich werden dem gesellschaftlichen Leben und besonders der Schule viele Seiten zu gedacht . Schon um 1695 gab es in Buchholz so etwas wie eine Schule. Und wenn es früher so gesellig gewesen sein mag, gewinnt man schnell den Eindruck auch heute sind die Buchholzer noch feste miteinander. 1914 brannten in Buchholz 3 Bauernhäuser und vier Wohnhäuser ab, dadurch wurde das Ortsbild nachhaltig verändert. Einen Monat nach diesem Ereignis brach der erste Weltkrieg aus und wieder bleiben 37 junge Männer auf dem Schlachtfeld. Mit ihrer Zugehörigkeit zum Kirchspiel Burg halten die Buchholzer nicht hinter dem Berg, sondern zeigen stilvoll ihre traditionelle Beziehung zur Burger Kirche und zu den Verpflichtungen im Kirchspiel . Eine befestigte Strasse nach Eddelak über Kuden gibt es erst seit 1892, vorher musste man den Umweg über Friedrichshof nehmen, denn die Auen - heute unbedeutend, waren unüberwindbare Hindernisse. Am Ende fragt sich der Leser, wieso macht sich eine kleine Gemeinden diese Mühe? Es kann doch nicht nur an den Förderungsmitteln der EU liegen von denen immer wieder die Rede ist im Zusammenhang mit neuesten Chroniken. Bleibt dem freundlichen Bürgermeister und seinen Bürgern nur zu wünschen, das sich viele Buchholzer und Buchholzer Fans die Chronik aufs Nachtkasterl legen. Aber mit 2,5 kg ist die Chronik keine geeignete Nachtlektüre. Um € 50 ,-- bei Bürgermeister Rudolf Wiekhorst Ausgiebige Quellenangaben zu den vorbildlichen Widergaben der zahlreichen frühen Dokumenten unterstreichen die Qualiät der Arbeit der Verfasser und dadurch sind die 2,5 kg für Familienforscher jedes Porto wert.
14 - Aus der Geschichte unserer Heimat 1979
Hinrich Rühmann, Dithmarscher Kurier /Burg s/w 145/205 84 Seiten Der Verfasser war erfolgreicher Sammler von Zeitzeugen, vorallem in der niederdeutschen Sprache. Einer der alten Schule, in Burg bis 1963 als Lehrer an der Hauptschule, aus Arkebeck gebürtig. Viele Heimatbücher seiner Gegend schöpfen aus seinen vielen Aufsätzen die in der lokalen Presse bis 1968 Veröffentlichungen fanden. Deshalb finden wir in seinem Buch bekanntes, allerdings in ausführlicher Form. Für Familienforscher eine empfehlenswerte Lektüre, setzt sich der Autor mit der Hochzeitspolitik der Grossfamlien Wiese und Lucht aus Buchholz und Kuden auseinander. „Geld mutt to Geld.“
15 - Burger Geschichte
Burger Geschichten Band 3 von Inge Hurtienne 450 Jahre Burger Schulgeschichte 1998, 230 Seiten 135/200mm s/w Abbildungen erhältlich beim Gemeindeamt Burg Aus der sehr umfangreichen Schulgeschichte eine Leseprobe, die ich mit viel Vergnügen abgeschrieben habe. Als es noch genügend Arbeit gab. 1814 wurde in Schleswig Holstein die obligatorische Schulpflicht sowohl im Winter wie auch im Sommer und für alle Kinder eingeführt. Es dauerte jedoch 100 Jahre, bis die allgemeine Schulpflicht voll durchgesetzt werden konnte. Wie es für Kinder während der Sommermonate aus einer Familie „notorisch sehr armer Leute“ aussah, berichtet Johann Friedrich Stegemann, geb. 1871 in Bucholz, gest. 1949 in Burg. .....dispenseert ut de Sommersschool ..... „Nu harr ick 5 Johr no School gahn; ick wer 11 Johr, dor keem we mit 4 Jungs röver no de 1. Klass.. und glieks dorno wor ick dispenseert ut de Sommersschool und keem na’n Buern, jacob Wehtje in brickeln… De ersteTrennung keem vun mien leev Moder, vun Ader, dat gung eher; over vun Moder, dat weer al beten schwörer, denn ich weer dat lüdde Nestküken, ich weer de Jüngste vun mien Geschwister. Wie weern 9 Stück, 5 Jungs, 3 Dierns und een lüdde Diern Anne dood. Na, dat erste weer denn ook, dat ick düchdi Heimweh kreeg. Leet sick over nie hölpen, ick muß utholn, und wenn ick sünndags nie recht wedder rutschen wull und Moder strakel mie över de Backen, denn keek mien Oln rop no’n Balken ünnern Dösenböhn, dor harr he seien Handstock ophungen und denn kneep ick all von sölben ut. Middeweekens und sünobend mussen wie Deensjungs na School bi Bennewoldt, de harr een Arm und schlog sien Kinner mit’n Streng wo Knüttnens inschlagen weern. He weer nie de Düchtigste… Vörmiddags muß ich Köh höden und nachmiddags Steen sammeln oder Holt schlogen, dat heet in’ne lose Tied. Wenn ick morgens Klock 5 mit de Köh losgung na’t Bröningsholt, denn kreeg ick mien Bodderbrot mit und denn sä Antje: “ So mien Jung, wenn du 3 Tred deist to dien Schatten vun dien Körpergröte, denn its dien Bodderbrod und wenn dien Schatten blots 2 Tred lang is, dann kummst mit de Köh no Huus. Na dat gung los. As ick mit mien Köh no Koppel weer und mi düch, ick weer dor all’n rechte Tied ween, pedd ick mien Schatten mal af. Ja, dat weer Tied, jüst 3 Tred. Ick eet mien Fröstück op. As dat nu recht so’n Tied her wer vun Fröhstücktied, pedd ich mien Schatten mal wedder af. Junge, wat harr ick dat fein dropen, wern jüs 2 Tred. Nu gung dat mit de Köh no Hus, denn de ole Wittbunt muß to Meddag molken warn, As ick in’t Dörp rinkeem, ganz vergnögt, keek Antje ut de Dör und sä “Wat wullt du?“ick sä “Dat is ja Meddag“. Dor fung se to lachen und ok to schimpen. Ick keek ganz verdutzt. Se sä “Weet’s wat de Klock hett, de Klock hett ½ 9,halvi neegen“. Ja so harrn de Schatten vun mien Körper und de Tied sick versehn, mien Tred de harrn na’n Meddag sprungen, na’n Mehlbüdel…. In Loop vun de Sommertied wor dat ümmer beeter gohn. Ick muß fix Törf ringeln und bearbeiden und in’t Foder arbeiten, Kantüffeln opkriegen, bet we den 9 Oktober harrn. Dat wer een Freudendag, dor hol mien Moder mi und uk mien groten Lohn. 6 preußschiche Daler harr ick denn ganzen Sommer kreggen. Ich harr nie over mol ördentlich dörcheten, wenn’ ck uck man ½ Hering kreegen harr, to Hus geef’t noch weniger, dor geef dat gor nichts to de Puhlkantüffeln und den Semp“.“
16- Büttel an der Elbe Erinnerungen an ein Dorf zwischen Brunsbüttel und Brokdorf
1989 - ISBN 3-924896-15-6 -Urbes Verlag München 256 Seiten in Leinen gebunden 30/22cm mit unzähligen s/w aber auch 4c Abb. wird im Internet zwischen 25 und 60 Euro angeboten. Es ist viel mehr wert. Aus dem Vorwort .Diese Buch will Büttels Geschichte erzählen und in Bildern und Worten der Letzten Bewohner die Erinnerung darn wachhalten, wie dieses Dorf ausgesehen hat, wie die Menschen hier gelebt haben, ehe die meisten von ihnen fortziehen mußten und die großen Abrissbagger kamen. Meine Meinung: Diese Buch ist das schönste Heimatbuch welches mir bisher unterkommen ist, es rührt und ist doch nicht rührseelig wie es Heimatchroniken an sich haben. Es ist Dokumentation pur die leider woanders fehlt , zum Beispiel für Ostermoor. Ein solches Buch über ein an und für sich so unbedeutendes Dorf herzustellen, das ist beachtlich aber vielleicht konnte es gerade deshalb so rund werden. Die Geschlossenheit, die Grenzsituation her die Elbe, dort der Kanal, dann die ständige Bevormundung durch die Industrie und das damit verbundene Zusammenrücken zeigt, das die Bütteler bis zum Untergang ihres Heimatdorfer zusammenstanden. Es menschelt nur so, auch wer so wie ich nie in Büttel Rast gemacht sondern immer nur durchgefahren ist, möchte jetzt stehen bleiben und die Leute kennen lernen die noch freundlich in die Kamera lachten, als die Bagger sich dem Dorf näherten. Das Buch ist hervorragend gestaltet, die Bilder auch die aus 1880 sind in bester Qualität wiedergegeben. Wir finden hier Fotos die selbst der große Backens und vorenthält. Zum Bispiel die heutige B 5 als staubige Sandstrasse. Für Familienforscher natürlich die Fundgrube. Wir finden hier auch Norbert Wenn wieder, der wohl dort sen Elternhaus hatte und auch redaktionell an dem Buch beteiligt war. Auch Heinrich Rusch den Butterhändler,und viele die sich dank der genauen Beschreibungen mühelos in die Ahnenreihe reihen lassen.
17 - Das Leben eines Landarbeiters Franz Rehbein ,
Hans Christians Verlag Hamburg 1985 ISBN 3-7672-0892-X Aus dem Klappentext: Der harte Existenzkampf der einfachen Landbevölkerung in Schleswig Holstein am Ende des 19 Jh liegt für uns schon beinahe im Dunkel der Geschichte Mit der Neuherausgabe der Lebenserinnerungen von Franz Rehbein liegt nun ein besonders anschaulicher Bericht über die Lebensumstände der Landarbeiter und ihrer Familien wieder vor. Als aufmerksamer Beobachter versteht Rehbein, der selbst bei den freien Bauern in Dithmarschen in Lohn und Brot stand mit fesselnder Lebendigkeit zu schildern. In den Text geschaut:.. ,ich ging daher über St. Margarethen nach Brunsbüttel zu. Diese Strecke schien mir ganz besonders interessant. Von links her winkte der mächtige Elbdeich, ein eigenartiger Wassergeruch wehte einem entgegen. Wenn man auf dem Deich steht glaubt man sich in eine andere Welt versetzt. Rechts die üppige Marschenlandschaft mit ihren vielen Gehöften, den rotbunten Viehherden ….(Anm. PZ: Rehbein was würdest du heute wohl über diese Strecke ins Tagebuch schreiben?) Jan Gnurr, genannt der Rethbur von Kassenbüttel (Wesselburen) empfing mich mit der kühlen Gelassenheit, die mehr oder minder allen Marschbauern zu eigen ist. Er stand gerade in der „Boos“ dem am Vorderhause gelegenen Teil der Stallungen und „kek in’t Weder“ Rehbein schildert nun detailgetreu sein Alltagsleben auf diesem Hof den erst nach einem Jahr wieder verlassen kann „weil dass Gesindel für ein Jahr festgemacht“ wird. Seine nächste Stelle bei Claus Meier erlebt er den Einzug der Technik in die Landwirtschaft und die damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen. Zahlreiche Bilder aus der Gegend und der Zeit zeigen was Rehbein ohnehin mir seinen Worten sehr verständlich rüberbringt, Persönliche erlebe ich in der Darstellung der Alltagswelt auf dem Dithmarscher Bauernhof, die wenigen Erlebnisse nach, die meine Eltern aus ihrer Jugend zum Besten gaben, als sie beide in Westerbehlmhusen und in Ohlen bei den großen Bauern „in Stellung waren“.
18 - Heimatbuch Dieksanderkoog
1935-1960 Wilhelm Stock. Der Herr Oberlehrer Stock aus St, Michaelisdonn, früher auch Lehrer im Dieksanderkoog hätte es besser wissen müßen, hat er doch der Gemeinde ein eher ein Lehrbuch dritte Grundschulklasse, denn ein Geschichtsbuch Immerhin kamen so 320 Seiten zustande wie woanders bemüht Stock genauso Theodor Storm und Helmut von Moltke und zu füllen was nicht zu füllen wäre. Hätte er sich mehr mit den wahren Begleiterschienungen der Entstehung des Kooges bemüht aber die bleiben unerwähnt. Den Nationalsozialismus der hier zur höchsten Blühte gelangte, den gibt es nicht im Heimatbuch Matthias Claudius überbrückt mit *’s ist Krieg“ und der gute Kamerad endet in der Aufzählung der 24 gefallenen Söhne des Kooges. Trotz Weihehalle, trotz Neulandhalle, das Gedankengut bleibt im Dunkel dabei hätte der Koog und seine ersten Siedler hier einiges aufzuarbeiten und Zeitgeschichte beizutragen. Denn das war schon was damals im Dieksanderkoog. Mit diesem Buch hätte Helene Hoenck sicher das Feuer im Kamin entzündet. Sie hat in ihren in der Marner Zeitung veröffentlichten Aufsätzen um 1930 lebensnah die ersten Siedler präsentiert. Einige s/w Fotos und leider keine Quellenangaben Herr Oberlehrer. Verwundert bin ich über die miserable Papierqualität mit der Drucker Altmüller in Marne bei diesem Buch urrasste, war wohl ein Restposten den er der Gemeinde in Rechung stellte.
20 - Hausgeographie – Dithmarschen
Prof.Otto Lehmann ist es zu verdanken wir heute im Altonaer Museum zahlreiche Modelle Dithmarscher Bauernhäuser sehen könnne. 1913 erschien sein Büchlein mit 8 Tafeln und 25 Text Illustrationen 135/225 auf 80 Seiten s/w. Die Arbeit von Lehmann in diesem kleinem Klassiker bewirkte das Dithmarscher Bauernhäuser immer wieder in nachfolgenden Werken zitiert wurden. Wir erfahren Details aus Höfen unser Umgebung Klaus Hansen Ostermenghusen 1750- Vollmacht Schmielau 1775 - und Thies Frauen aus Auenbüttel 1750 und viele anderen.
21 - Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung
Format je 190/235 verschiednen Jährgänge (wird ergänzt 07/06)
9.Jahrgang November/Dezember 1933 guter Zustand Papier leicht angebräunt Titel mit Stempel / 40 Seiten s/w Inhalt: Dithmarscher Erntedank /Kamphausen/Bauerntum und seine Überlieferung/Zietz/ Einiges Dithmarschen/ Saeftel/Land und Stadt Lebensräume innerhalb der Kunst/ Der Tragiker Friedrich Hebbel/Floristische und faunistische Beziehung Schleswig Holsteins und Dithmarschen/ Hecker zwei Gedichte/ regionale Reklame
10.Jahrgang Januar/Februar 1934 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ wenige Markierungen im Heft./ 40 Seiten s/w Inhalt: Alte Sippen in Hennstedt/Geschlechtersaal in Heide/ Thomsen Sippenfoschung und Arterhaltung/Piening und Fricccius Stammhof/Die Dithmarscher Siegelsammlung/ Dithmarschen und Fehmarn/Die Geschichte der Postel Familie von Helene Höhnk/regionale Reklame /Die neuen Kluften von F. Paulsen/
10.Jahrgang März/April 1934 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ fünf Abb im Heft./ 40 Seiten s/w Inhalt: Die niederdeutsche Landschaft und ihr Mensch/Warfenforschung/ Marschenforschung/Boie,Dr. Karl Die Voghedingmannen/W.Johnsen über Jürgen Friedrich Dohrn Ein Dithmarscher Bauer erzählt/ regionale Reklame
10.Jahrgang Mai/Juni 1934 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ fünf Abb im Heft./ 40 Seiten s/w 4 Seiten mit s/w Abb u.a. Foto von Barthold Georg Niebuhr Inhalt : Nicolas Junge, der Hofkanzler zu Gottorp/ Barthold Georg Niebuhr und unser Gegenwart/ Dithmarscher Katen und ihre Bedeutung für die Hausforschung, mit Skizzen/Erwin Freitag:Die Familiennamen auf den Grabsteinen und Erinnerungstafeln in Wesselburgen/regionale Reklame
10.Jahrgang September/Oktober 1934 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ Einband gelöstfünf Abb im Heft./ 40 Seiten s/w 4 Seiten mit s/w Abb Inhalt : Dr. A.Kamphausen:Museen in Dithmarschen/ Orginal und Nachbildung/Dr. Otto Lehmann: die Mueeen und der nationale Gedanke/ Die einzige dänische Prosa=Quelle über die Eroberung Dithmarschens im Jahre 1559/ regionale Reklame
12.Jahrgang September/Oktober 1936 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ Einband gelöst u . leicht eingerissen mit Stempel fünf Abb im Heft./ 40 Seiten s/w Inhalt:Hebbel-museum/25Jahre/Wesselburen als Hebbelstadt/Judith in der zeitgenössischen Beurteilungs Hamburgs/Hebbel der Typus des nordischen Dichters/ regionale Reklame 13.Jahrgang März /April 1937 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ Einband mit Stempel /f ünf Abb im Heft./ 40 Seiten s/w 4 Seiten mit s/w Abb u.a. Inhalt:Friedrich Saeftel:Sachsenhaus und Dwerhaus in Dithmarschen/ Wilhem Johnsen: De Mönkenkarkhoff Beiträge zur Urgeschichte des Kirchspieles Eddelak und zur Geschichte Eddelakischer Bauerhöfe/Die Herkunft der Russebullinger/ regionale Reklame
13.Jahrgang Juli/August 1937 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ Einband mit Stempel fünf Abb im Heft./ 40 Seiten s/w Mehrere Abb u.a. Kupferstich Daniel Friese 1560 Meldorf Inhalt: Dr.Alfred Kamhausen Meldorf
14.Jahrgang September/Oktober 1938 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ fünf Abb im Heft./ 40 Seiten s/w Inhalt: Dr. W. Kühl. Kriegszeiten inWeddingstedt/Schulreform in Norder Dithmarschen 1818/E. Freitag : Die Herkunft von Claus Harms/Klaus Groth über Adolf Bartels/ Schlichtigner Bauernbeliebung/ Oskar Beber: Ein zeitgenössischer Bericht über den Untergang der dithmarscher Freiheit/ regionale Reklame
15.Jahrgang Sept-Dez. 1939 guter Zustand Papier leicht angebräunt/ 80 Seiten s/w Inhalt: Dithmarschens Krieg/Von der letzten Fehde un der Erhebung 1848 Wiedergabe zahlreicher Quellen zur Dithmarscher Geschichte von Dr.Alfred Kamhausen Meldorf/regionale Reklame
22 - Erster Dithmarscher Geschlechtertag ,
am 29. und 30 Juli 1933 in Heide .Die Festschrift strotzt als Frühbote für das was folgen wird. Das Stadttheater Heide preist sich als das Verkehrslokal der NSDAP.Das Hotel Heider Hof beherbergt den eben eröffneten neuen Wappensaal der neuen Dithmarscher Geschlechter und Kluften. Landesoldermann Pauls Voss aus Wesselburen ruft in seine Begrüßung Geh nicht aus Deiner Heimat fort… Bruno Maynerts aus Hemme beschwört den Opfersinn und die Tapferkeit des Gegenwartsmenschen. Dr.med Walter Gross aus Berlin als Leiter des Aufklärungsamtes für Rassenpflege mahnt zum Kampf .... zur Vernichtung allen klebensunwerten Lebens und verlangt gesetzliche Regelungen, in der Festansprache. Von der Sippe zum Volk spricht Sippenforscher Harald Thomsen und meint „Die Lösung der Rassenfrage ist in Deutschland undenkbar ohne die Reinheit der Sippen und Geschlechter…“ Probst Heesch aus Büsum hält den pattdeutschen Gottesdienst Gartenkonzert unter Mitwirkung des SS Musikzuges Dithmarschen Festabend im Kaisersaal mit …deutschem Tanz. Dithmarschen Ehr’,stolze Ehr’ Dithmarschen Ehr’,find sick nimmermehr . Nein danke - zu viel der Ehr'! Das Festabzeichen kennen wir schon siehe hier im Forum im Titel der Dithmarschen Blätter für Heimatgestaltung Noch etwas - aber klein gedruckt in der Festschrift auf die Frage ob die Kirschners……(aus dem Schwarzwald zugezogene Cafehaus-besitzer in Heide)….. teile ich ihnen mit das nach unser Feststellung der Familienkreis Kirschner keine Juden waren……..schreibt der Bürgermeister aus Öschelsbrunn bei Pforzheim ....als Antwort auf eine diesbezgl. Anfrage. Schlusspunkt: Auf eine Reklame für ihr Cafe in der Süderstrasse haben die Kirschners in der Festschrift verzichtet und es ist gerade dieser Teil als Zeitdokument aus dem Jahre 1933 besonders wertvoll.
23 - Dithmarschen um 1900 - Land und Leute
in Fotografien von Thomas Backens 1863-1944 Verlag Boyens 2001 - ISBN 3-8042-1015-5 - 150 Seiten,140 Einzelbilder vorwiegend aus dem Großraum Marne, zahlreiche aus BB und den anderen umliegenden Ortschaften. Ein grossteil der Fotos war bisher noch nie oder nur an schwer zugänglichen Stellen veröffentlicht. Aus dem Vorwort: „Besonders in der Erfassung der Marschenlandschaft an Süderdithmarschens Küsten erwies sich Backens als Pionier. Darüber hinaus ist für kaum eine andere Region Schleswig-Holstein ein derartig dichter, alle Lebensbereiche berührender fotografischer Bestand erhalten geblieben……..“ Dieser ungewöhnliche Bildband mit ausführlicher Bilddokumentation gehört als Zeitdokument in jede gute Dithmarscher Stube. Ein nicht ganz billiges, aber ein beachtliches Buch.
24 - Geschichte Dithmarschens
Martin Gietzelt, Verein für Dithmarscher Landeskunde e.V.: 560 Seiten mit über 500 Abb. und historischer Faltkarte, ISBN 3-8042-0859-2, Erschienen: 2000 Erstmals seit Jahrzehnten liegt wieder eine umfassende und überhaupt erstmals eine reiche illustrierte Darstellung der Dithmarscher Geschichte vor. Die Autoren werten bisherige Forschungsliteratur kritisch aus und ergänzen sie um die Ergebnisse zahlreicher Untersuchungen der letzten Jahre. Nach Sönke Dwenger aus der DLZ : „Jeder ist Kaiser auf seinem Trecker“ Literarische Spurensuche: Marne hat mehr zu bieten als Kohl und Dithmarscher Pils “Marne - Traurig, aber sicherlich wahr: Unsere Literaten haben Dithmarschen verlassen müssen, um zu Ruhm zu kommen.“ Das hat Freizeitheimatforscher Frank Trende bei seinen Recherchen für das Buch "Geschichte Dithmarschens" feststellen müssen. Damit gibt es leider auch keine Dithmarscher Literaturgeschichte. Sehr wohl findet man hingegen bedeutendere Literatur aus der Feder gewesener Dithmarscher. Trende nannte auch Beispiele während der Buchvorstellung kürzlich im Marner Skatclubmuseum: Claus Harms aus Fahrstedt verfasste aufmüpfige theologische Schriften, die weiträumig Beachtung fanden; die Arabien-Reportage des Forschungsreisenden und späteren Meldorfer Landschreibers Carsten Niebuhr ist ein Klassiker der Wissenschaft; Friedrich Hebbel aus Wesselburen („Er litt unter der Weltabgeschiedenheit, die ihm armselig und kulturlos vorkommen mochte“) wurde in Wien der bedeutendste Bühnenautor seiner Zeit; Klaus Groth aus Heide wird als epochemachender niederdeutscher Autor gewürdigt; Gustav Frenssen startete als populärer Bestsellerautor (und landete als antisemitischer Propagandist); die vielschichtigen Stücke des Dramatikers Ivo Braak aus Marne und des Heimatdichters, Hörspielautors und Wahl-Brunsbüttelers Emil Hecker stimmten nachdenklich, und die humorigen Lebensweisheiten von Professor Reimer Bull (in Marne geboren) füllen noch heute mühelos jeden Saal. Der Barlter Tischlersohn Gustav Frenssen hatte den Durchbruch als Bestsellerautor der Kaiserzeit bereits geschafft, als er vom feinen Blankenese ins graue Dithmarschen zurückkam. Die hochdekorierte Sarah Kirsch kam 1983 nach Tielenhemme, um sich vom Trubel der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Der Maler Dietrich Molder aus Friedrichskoog bestätigt die Vermutung, dass Künstler heutzutage tatsächlich nach Dithmarschen ziehen, um im Stillen arbeiten zu können. Die Dramen und Romane von Erna Weißenborn (1898 - 1973) hätten sicherlich bundesweit Anerkennung gefunden, wäre die begabte Schriftstellerin nicht in Heide geblieben. „Ihre Förderer und Kritiker hätten gern gesehen, wenn sie in Wien oder Berlin gelebt hätte.“ Im späten Alter hatte Erna Weißenborn sogar mit existenzieller Not zu kämpfen. „Die Karriere von Heiner Egge ist sicherlich noch nicht abgeschlossen“, urteilt Trende. Wird auch er Dithmarschen verlassen müssen? Bei seiner literarischen Spurensuche stellte der gebürtige Dithmarscher (und heute bei Kiel lebende.) Frank Trende schnell fest, dass Marne durchaus ein Schwerpunkt ist, wenn es um die niederdeutsche Sprache geht. Mit dieser Tatsache sollte die Marschenmetropole ihr Image durchaus aufpolieren, mahnt Trende: „Aus Marne kommt mehr als nur Kohl und Dithmarscher Pils! Die Stadt sollte sich auf ihre Tradition besinnen u nd ihre niederdeutschen Literaten offensiv herausstellen, und zwar nicht nur für die Touristen, sondern als Prozess der Bewusstwerdung. Wenn mein Beitrag in dem Buch dazu dient, habe ich schon genug geleistet.“ Der frühere Landrat von Süderdithmarschen, Christoph Bernhard Schücking aus Brunsbüttel, bekräftigte das Ansinnen des jungen Trende: „Als ich vor fünfzig Jahren aus Westfalen kam, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was in Dithmarschen anders ist. Und ich muss sagen: Man kann stolz sein auf die Literatur, die aus Dithmarschen erwachsen ist!“ Das Schlusswort dieses Kapitels gebührt der Lyrikerin Sarah Kirsch (geb. 1935): „Der Geist der Bauernrepublik spukt noch, jeder ist Kaiser auf seinem Trecker, und auch mir mit dem Heusack auf der Schulter huldigt der Milchfahrer, wenn er die Stille durchkreuzt. . .“
25 - Kurze Geschichte Dithmarschens ,
Der Herr Studiendirektor Dr. Oskar Beber lies 1922 beim Drucker Altmüller seine Kurze Geschichte Dithmarschens drucken. 135/225 mm . Auf 100 Seiten finden wir die bekanntesten Dokumente des Landes aus der Sicht des Gelehrten beschrieben. Beber hielt es für unerlässlich, wenn er im Vorwort meint „dickbändige Werke über Dithmarschen gäbe es genug“. Sei’s drum wir, können wichtige weiterführende Informationen mitnehmen die die Zeit verdeckt hat.
26 - Kaiserzeit auf dem Dorfe
Nis R.Nissen Landleben um 1880 auf Fotos von Thomas Backens, Dithmarscher Pressedienst Heide 1979 ISBN 3-88089-027-7 Zahlreiche Abb. aus dem Leben in Brunsbüttel, vor allem die Strandhalle, Neufeld, Kuden…. Glück im Winkel….. Die Bilder haben leider keine ortsbezogenen Untertitel. Die Originalbilder liegen im Marner Museum. So war es damals,d as Leben auf dem Lande, Erinnerungen in Wort und Bild
27 - De Mönkenkarkhoff
Beiträge zur Urgeschichte des Kirchspiels Eddelak und der Geschichte Eddelaker Bauernhöfe von Wilhelm Johnsen aus Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung Jan/Feb. 1937 Die ausführliche und detailverliebte Betrachtungen des Autors bringen viel Licht in dieses Kapitel Eddelaker Geschichte, die nach heutiger Gebietsteilung Brunsbütteler Geschichte ist. Johnsen räumt auf mit den spätmittelalterlichen Vermutungen des ersten Dithmarscher Geschichtsschreibers Neocurus und den romantischen Verklärungen folgender Generationen von Heimatforschern, die in Eddelak ein Kloster vermuteten. Dabei gibt Johnsen alles preis was er dazu in Erfahrung bringen konnte in interessanten Quellenauszügen. Des Rätsel Lösung ist ganz einfach und rückt alle Vemutungen in das Reich der Phantasie. Bezeichnet wurde in der Erinnerung alter Eddelaker, ein Stück Land aus dem Kirchenbesitz , heute nördlich der Liebesallee oder von Brunsbüttel aus an der Grenze des Siedenfeld, zum heutigen Eddelak, das seit 1722 im Besitz, eines Peter Mönck gewesen ist. 28 - Die Sippe der Nordmark Arbeitsgemeinschaft Sippenforschung und Sippenpflege Schleswig Holstein Folge 4/1940 .In diesem Perodikum mit dem scheusslichen Namen veröffentlicht Wilhem Johnsen über 40 Seiten eine Forschungsarbeit über die Familie Johannssen in Eddelak. Eine Familiengeschichte die bis 1683 zurück reicht und die gleichzeitig die Beständigkeit der Familie Johannssen als Baumeisterfamilie aufzeigt die über Jahrhunderte andauernde. Johnsen seiner Ausbildung nach Kusthistoriker weist auf zahlreichen Arbeiten dieser Familie hin die sich auch durch ihre Heiratpolitik mit vielen anderen Handwerkerfamilien auszeichnete, Der Autor zeigt auf das Baumeister „damals“ mehr bedeutete als heute.Die Johannssen als Kunsttischer, Architekten, Designer,Trendgeber für Bauwerke und Einrichtungen Türen, Schränke ganze Zimmer, der Region. Bauernstube von 1792 im Grenzlandmuseum Flensburg (?) aus dem 1782 für Boie Lau in Westerbüttel erbautem Haus . Beispiel die Bauerstube aus dem verschwundenne Haus von Peter Frauen (1782) in Kattrepel heute im Altonaer Museum, der Kliederschrank aus Süderwisch in der Oberschule (Gymnasium) in Marne. Die noch erhaltene Villa des Bauunternhemers Johann Johannssen erbaut um 1902 in der Bahnhofstrasse. Ein Bau der in Johnsen einen stengen Kritiker finden ebenso Bauernhäuser wie jenes von Willi Frahm in Averlak erbaut 1878. Vielmehr schätzt Johnsen die Bauernhöfe aus der Lehe von Hinrichs (1775) oder Johannssen Westerbüttel (1781) deren Baumeister Jürgen Johannssen (1756-1821) war. Dankenserter Weise ist diese Arbeit, wie alles von W. Johnsen detailverliebt und mit Sicherheit bezeugt. (inklQuellenfundus)
29 - Eddelak gestern und heute
Chronik der Gemeinde Eddelak 1994 Herausgeber Gemeinde Eddelak, A4 , 295 Seiten mit unzähligen Abbildungen, teilweise buntfärbig in Leinen gebunden. Eine beachtliche Sammlung historischer Daten. Streckenweise sehr detaillierte Milieustudien aus dem Alltag. Beachtlich die Abbildungen der einzelnen Wohn- und Wirtschaftsgebäude mit den Beschreibung der Besitzer bzw. der Bewohner. Sammlung aller relevanter, historischer Informationen die teilweise in den letzten 150 Jahren über Eddelak und der Umgebung anderswo veröffentlicht wurden. Schwer- punkt ist natürlich das Eddelak zur Zeit der Bucherstellung um 1990. Ausführliche Literaturübersicht und Quellenverzeichnisse. Besonders erfreut bin ich darüber das der Geist des rührigen,ehemaligen Lehrers aus Averlak und spätere Kunsthistoriker und Heimatforscher Wilhelm Johnsen (1891-1965) in dieser Chronik weiterlebt.es ist das besondere Verdienst Johnsen’s zahlreiche volkstümlich überlieferte fehlerhafte Fakten, durch fundierte Forschungen richtig zu stellen.(Siehe Mönchenkarkhoff) Leider hat das rührige Autorenteam der Zeitspanne 1933-1945 nur oberflächlich Beachtung geschenkt, daran ändert auch der Beitrag von Heinrich Martens nichts „Übergang zu Neuzeit“. Eddelak zeigt sich (wie woanders auch) für diese Zeit ausgiebig in der Opferrolle. Da aus den Kirchenbüchern und anderen frühen Aufzeichnungen sehr viel über den Raum Eddelak hinausgehendes erhalten geblieben ist, welche die Chronik ausführlich übernimmt, Kudensee,Brunsbüttelkoog, Friedrichshof, etc (eine Reihe alter Karten), ist dieses Buch nicht nur für Eddelaker von unschätzbarem Wert. Andere Gemeinden möglich sich daran ein Beispiel nehmen . Zu beziehen ist die Chronik, im Eddelaker Bürgermeisteramt.
30 - Stammbaum der Familie Friccius 1564-1930
zusammengestellt von J.C.Friccius Schülp in Dithmarschen 190/250, 86 Seiten .Sehr ausführliche Familiengeschichte die aus Mangel an verfügbaren Quellen sich an zahlreichen Dokumenten orientiert. Das was die Kirchenbücher hergeben wird ausführlich wiedergegeben. Peinlichst genau wird jede Person mit durchleuchtet und daher ist es eine liebenswerte Arbeit einer Familie die breit gestreut in Norddeutschland lebte. Zum Beispiel Casper Theodor Friccius 30.9.1674 in Hamburg , über ihn lesen wir: Nachem er fünftehalb Jahre zu Kiel und einge Jahre zu Königsberg Theologie studiert, wurde er von Ihrer Königlichen Hoheit, der gottseeligen Prinzessin Friedericia Amaila einer geborenen Erbprinzessin von Dänemark, Norwegen und verwittwerte Herzogin zu Schleswig Holstein, zu ihrem Nachmittagsprediger in Kiel berufen.
31 - Denkschrift zum 50 jährigen Bestehen des Friedrichskoog
Vor mir habe ich dieses hübsch gemachte sehr aufschlussreiche Büchlein mit 70 Seiten 150/230 mm , drei kolorierten Karten (noch ohne Neufelderkoog), sowie einer persönlichen Widmung des Otto Müllenhoff Eine reiche Quelle an Namen und Daten, Informationen der ersten Bewohner des Kooges begegnet uns hier fein gegliedert nach preußischer Manier Auch die sonderliche Dichtung des W. Reinhard die sich über 10 Seiten erstreckt.
32 - Glückstadt im Wandel der Zeit
Augustin Verlag 1968 in Drei Bänden zu je 300 Seiten 165/245. Der politschen Aufgabe Glückstadt’s über die Jahrhunderte gerecht werdend sind die drei Bände keine Heimatbücher der herkömlichen Art. Da auch die Arbeiten von Frau Nicoline Still gestreift werden, sind sie reich an Detailgeschichte und Geschichten. Hervorragende Bildqualität und seltene Darstellungen aus der Geschichte der geheimen Hautstadt machen diese Bücher wertvoll für den Regionalhistoriker.
33 - Grevenkop
Geschichte eines Dorfes , Klaus Lorenzen Schmidt 1982 auf 200 Seiten 170/254 Wenige s/w Bilder in mangelnder Widergabe Es ist die Geschichte dieses Ortes die akribsich aufgerollt wird Wir finden hier Familien und dazugehörige Besitzangaben in Fülle. Viel weiß man über die Kriege um 1650 zu erzählen und die Lasten der Fürsten. Die Zeit vor 1945 wird nur mit der Liste der Vermissten und Gefallenbedacht, sonst gab es keine Zeit …davor.
34 - Gustav Frenssen in seiner Zeit
Kay Dohnke/ Dietrich Stein (Hg.):504 Seiten, 80 Abb. ISBN 3-8042-0750-2 1997 Aus dem Klappentext: "Massenliteratur zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus. Gustav Frenssen (1863 - 1945) ist einer der umstrittensten Schriftsteller Schleswig-Holsteins. In 14 Beiträgen setzen sich die Autoren dieses Buches mit Person, Werk und Wirkungsgeschichte des Autoren auseinander. Beide Herausgeber des Buches haben sich in besonderer Weise mit dem Leben und dem Werk von Frenssen beschäftigt." Meine Meinung: Großartiges Zeitzeugnis, mein erster Eindruck, dieses Buch sollte Pflichtlektüre für Ahnenforscher mit Blick auf Dithmarschen sein, auch und ganz besonders für die Altforderen, die wir al zu oft auf diesem Gebiet treffen. Uns Heimatforschern begegnet Frenssen durch seinen Einfuss auf die Familienfoschung in Dithmarschen, auf Schrittund Tritt. Besonders in seinen zahlreichen Beiträgen in "Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung "u.a.
35 - K.P.Hedde - Familie Hedde
Herkunft, Wappentradition und Stammlinien einer Dithmarscher Familie, Selbstverlag Klaus Peter Hedde, 1983 A5 , s/w auf 100 Seiten Hier wurden von mehr als 1000 Personen die genealogischen Daten zwischen 1480 und 1983 zusammen getragen. Welche Familie wünscht es sich nicht, so übersicht- lich dargestellt zu werden. Über drei Jahrhunderte sind aus den Reihen ger Heddes in Dithmarschen Kirchspielsvogte, Vollmachten lokale Politiker, Pastoren und Gelehrte hervorgegangen. Einer von Ihnen wirkte über 50 Jahre in Brunsbüttel. Die Familie Hedde spielte in Brunsbüttel vor 200 Jahren eine bedeutende Rolle, wie man vielfach auch heute noch feststellen kann. Die Heddes haben ihren Ursprung in Sarzbüttel, Albersdorf in Odderade.Peter Jacob Hedde geboren 1791 im Friedrichsgabekoog, war Justizrat und letzter dänischer Kichspielsvogt in Brunsbüttel (1815-1868) Ritter des Daneborg . Als der kleine „gebückte“ Mann, Vater von sechs Kinder am 6.5.1868 starb und auf dem Jacobus Friedhof begraben war, setzte man ihm für die Nachwelt ein kleines Denkmal. Aus Grabmalinschrift erfahren wir einwenig über sein Wesen, mit welchem er 53 Jahre viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens in Brunsbüttel beeinflusste. „Seinem Andenken für liebevolles Wirken in den 52 Jahren seines Lebens, weihet dieses Denkmal das Kirchspiel“. Seine Gattin Helen Sophia van der Smissen war ihm 10 Jahre zuvor in die Ewigkeit voraus gegangen. Sie wurde 1858 in Hanerau auf dem Mennoiten Friedhof beigesetzt.
36 - Hedwigenkoog -Geschichte
eines 300 jährigen Kooges Boyens Co 1994 ISBN 3-8042-0651-4 Format 220/290 auf 190 Seiten s/w . Ein freundliches infomatives Buch über den Koog der schon 1696 eingedeicht wurde, ursprünglich sollte er vor allem die frühere Landverbindung zwischen Wesselburen und Büsum schützen. Mit der Verleihung eines eigenen Rechts (Octroi) durch Herzog Friedrich IV. von Schleswig-Holstein-Gottorf erhielt der neue Koog ein eigenes Siegel. Der Koog wurde nach seiner Fertigstellung nach der Gemahlin des Herzogs, Hedwig Sophie, benannt. Das Siegel von Herzog Friedrich IV. zeigte ursprünglich wohl einen Storch, der eine Schlange im Schnabel hält. Dieses Bildmotiv ist aus der Emblematik bekannt und drückt die Mahnung aus, dass die Vernunft (Storch) die Leidenschaften (Schlange) im Zaum halten soll. Mit der Zeit wurde aus dem Storch jedoch ein Schwan und aus der Schlange ein Aal. Das stolze, durch den unablässigen Kampf mit der Naturgewalt des Meeres konfliktbereit gewordene Naturell der Koogseingesessenen könnte diese Wandlung des Wappentieres zu einem kämpferischen bewirkt haben. Dabei ging der moralische Sinngehalt des Emblems verloren. Zwischen dem Koog und einigen großen, alten Familien aus Süderdtihmarschen (Schoof,Paulsen) gibt es starke familiäre Verbindungen. Durch dieses Buch lernte ich auch einen direkkten Verwandten nämlich Dr. Hans Hinrich Zornig (1925) kennen, den ehm. Leiter der Landwirtschaftsschule in Heide, der an diesem Buch mitgewirkt hat.( Peter ZORNIG, Wien und Dr. Hans Hinrich ZORNIG,Heide sind 6. Cousinen 1. Grades. Die gemeinsamen Vorfahren sind Wilhelm ZORNIG ( 1676-1774) und Anna Margretha BÖGEN.(1686-1768).
37 - Historische Orte erzählen
Schleswig-Holsteins Geschichte Frank Trende116 Seiten, 184 Abbildungen Leinen mit Schutzumschlag, € 19,90/sFr 33,60 ISBN 3-8042-1151-8 Erschienen: 2004 Haithabu, das Dannewerk und der Oldenburger Wall werden ebenso vorgestellt wie die alten Metropolen Schleswig und Lübeck. Der Heider Marktplatz findet sich in diesem Buch genauso wie die Klosterkirche Bordesholm, das Schloss Eutin und die Herrenhäuser Emkendorf und Schierensee. Die Stadtgründungen von Friedrichstadt und Glückstadt, die alte Festungsstadt Rendsburg als Schauplatz der Erhebung von 1848 und Kiel als Ort der Novemberrevolution 1918 werden hier vorgestellt. Rezension:Dieser Prachtband gehört nach Meinung von Rezensent F.P. als Nachschlagwerk unbedingt ins Bücherregal. Autor Frank Trende erzähle chronologisch die Geschichte Schleswig-Holsteins. Zu diesem Zweck habe er sich fünfzig Orte ausgewählt, die jeweils für einen Abschnitt der Geschichte dieses Bundeslandes stünden. Jeder Ort werde auf zwei Seiten verhandelt. Es beginnt dem Rezensenten zufolge bei Ahrensdorf und den Resten einer sechstausend Jahre alten Siedlung und reiche bis ins heutige Hamburg hinein. 38 - 100 Jahre Kaiser – Wilhem - Koog ,Willi Krohn 1974 bei Boyens 190 Seiten gebunden 150/210 . Einige wenige s/w Bilder (vornehmlich Aufnahmen von Backens) Ein Heimatbuch das sich dadurch abhebt das es auf überflüssige Längen verzichtet indem es die Entstehung der Marschen und Dithmarschens wohltuende, nur kurz streift. Das Buch bringt sehr viel Datenmaterial für Hof-und Familienforscher, lässt erste Siedler zu Wort kommen und zeigt die Besitzverhältnisse vom Anbeginn bis 1974, sehr detailliert.
39 - Kudener Chronik
Husum Druck 1992 ,560 Seiten A4 Unmengen von s/w Fotos, einige Farbabbildungen Gefunden im antiquarischen Buchhandel im Internet. Aus dem Vorwort von Bürgermeister Hans Werner Claussen : „...Hoffentlich finden Sie in dier Chronik alles, was Sie über Ihre Gemeinde, Ihren Geburtsort...gern wissen möchten.“ Ungewöhnlich viel Wissenswertes über das idylische Kuden gibt es zu berichten. Das Buch ist dagegen wenig idylisch aufgebaut und gestaltet. Die Bild- wiedergabe ist ungewöhnlich schlecht die redaktionelle Betreuung fehlt ganz, schade für das mühevoll erstellte Werk. Der Fotosatz Husum war wenig hilfreich besonders an den Backensbildern die dieser hier um 1900 macht und die anderswo hervorragend reproduziert wurden, kann man dies besonders festmachen. Natürlich werden in der Chronik alle Wohnstätten, Höfe usw, detailiert mit ihren Besitzern-familien geschildert. 1803 zählte Kuden 204 Einwohner 1990 sind es 586. Das Buch zeichnet sich darin aus, als vergessene Lebensweisen, Arbeitsgeräte und Methoden und Berufe ausführlich geschildert werden. Sehr deutlich wird das Wesen der Geest-bewohner beschrieben als besonders genügsame und arbeitssame Menschen und das macht auch die Chronik trotz aller drucktechnischen und redaktionellen Mängel zu einem liebenswerten Zeitzeugen.
40 - Chronik der Stadt Marne
Herausgegeben zum 100jährigen Stadtjubiläum Boyens 1991 ISBN 3-8042-0566-6 Ein Verfasserteam hat diese fein gegliederte Chronik auf 220 Seiten zusammengetragen und mit vielen s/w Fotos und Skizzen gefüllt. Familienforscher finden zahlreiche Hinweise aber wenig konkrete Daten. Dem Anlass ihres Erscheinens, rühmt sich die Stadt in diesem Buch der Errungenschaften des ausklingenden Wirtschaftswunders und der 70 er Jahre, orientiert sich aber seitenweise an dem was wir aus früheren Chroniken über Marne schon erfahren haben. Auf Register und Quellenhinweise wird überhaupt verzichtet.
42 - Geschichte der Stadt und des Kirchspiels Marne
Professor Dr. Reimer Hansen Studienrat Marne, gedruckt bei Altmüller 1923 125/235 und 190 Seiten, eine Karte Es ist das Entstehungsjahr das dieses Buch optisch so unattraktiv macht, die Papierknappheit und die schlampige Verarbeitung durch die Marner Druck- und Buchbindearbeit. Dagegen ist der Inhalt eine familenkundliche Fundgrube auch wenn (wohltuend) die Geschichte ohne Abbildungen auskommen muss,was der Verfasser bedauernd kommentiert. „Auf eine reiche Illustrierung musste man leider wegen der jetzigen Teuerung verzichten, das ist bedauerlich aber eine unabwendbare Folge des unseligen Versailler Friedens.“ Der Verfasser hat wirklich reiche Kenntnis um die Quellen die er auch mutig qualifiziert und dabei an seinen Vorgänger Noten verteilt. „Das Buch sollte kein Sammelwerk von Einzelheiten sein sondern nur zum Lesen dienen“. So wandern wir im für uns ungewöhnlich strukturierten Buch kreuz und quer durch die Jahrhunderte.
43- Familien-Namen
Stammväter und Heimat Der Bewohner des Orts und Kirchspiels Marne 1667 bis 1875 ,Dr. Med A.P.J.Dose 1913/Leipzig ,s/w 84 Seiten Ein Beitrag zur Besiedelung der Marsch nennt der fleißige Doktor sein Werk, viel zu bescheiden für dieses Prachtwerk, welches eine lebendige Quelle für jeden Ahnenforscher ist. Was mehr kann man sich wünschen. Auf 92 Seiten in 6 Punkt Schriftgröße reihen sich Familiennamen an Familiennamen die jemals in den Büchern des Kirchspieles verewigt wurden. Von jeweils der ersten Person eines Familiennamens die Im Kirchspiel auftaucht ist der Vorname vermerkt, sein Stand , das Jahr seines Auftretens in Marne und die Herkunft, sowie die Anzahl der Trauungen die es unter diesem Namen im Berichtszeitraum gegeben hat . Unter Rusch erfahren wir, das der Claus Rusch 1671 der erste Rusch in Marne war, er kam aus Balje hierher, bis 1870 wurden 28 Ehen unter dem Namen Rusch in Marne geschlossen. Die ersten Brahms in Marne schreiben sich Brahmst und dabei bleiben sie auch siedelten schon 1711 in Dahrenwurth gute 50 Jahre vor „unseren Brahms“. Und in eigner Sache: der Johann Zornig kam 1788 aus Kellinghusen hier her , von wo alle Zornigs aus Norddeutschland stammen. (richtig Breitenberg). Aus Österreich kamen die Bandeler, Hocke, Tschebitsch, Namen die heute nicht mehr im Telefonbuch der Region zu finden sind. Der Autor schließt sein Werk in dem er die „relativ ältesten“ Familien Marnes nennt. Darunter auch Rusch mit 3 Familienväter zwischen 1667 und 1692 und 35 Taufen zwischen 1667 und 1744. Das ist nichts im Vergleich zu den Peters mit 79 Familienväter zu 712 Taufen im gleichen Zeitraum. Beachtlich – diese Arbeit.
42 - Geschichte der Stadt und des Kirchspiels Marne
Professor Dr. Reimer Hansen Studienrat Marne, gedruckt bei Altmüller 1923 125/235 und 190 Seiten, eine Karte Es ist das Entstehungsjahr das dieses Buch optisch so unattraktiv macht, die Papierknappheit und die schlampige Verarbeitung durch die Marner Druck- und Buchbindearbeit. Dagegen ist der Inhalt eine familenkundliche Fundgrube auch wenn (wohltuend) die Geschichte ohne Abbildungen auskommen muss,was der Verfasser bedauernd kommentiert. „Auf eine reiche Illustrierung musste man leider wegen der jetzigen Teuerung verzichten, das ist bedauerlich aber eine unabwendbare Folge des unseligen Versailler Friedens.“ Der Verfasser hat wirklich reiche Kenntnis um die Quellen die er auch mutig qualifiziert und dabei an seinen Vorgänger Noten verteilt. „Das Buch sollte kein Sammelwerk von Einzelheiten sein sondern nur zum Lesen dienen“. So wandern wir im für uns ungewöhnlich strukturierten Buch kreuz und quer durch die Jahrhunderte. Durch diese polemisch “beschriebene“ Geschichte des großen Kirchspiels und erfahren dabei (für mich) manch neues. Im ausführlichen Anhang werden einige Quellen vollständig wiedergegen, zBsp das Verzeichnis der Landbesitzer des Kirchspiels, nach dem Landregister von 1563 -1590, 1620,1668 und 1798. Register, Zeittafeln, Abhandlungen über Flur- und Wegenamen werden zum Glück für uns, mehr Raum eingeräumt als die Wiederholung der Geschichte Dithmarschens oder der Landgewinnung, wenngleich die Besonderheit der Lage Marnes und der Begünstigungen bei Sturmfluten hier deutlich beschrieben wird. Ein Auftragswerk der Stadt,aber auch eine Liebeserklärung eines preußischen Professors in Pension, der der guten alten Zeit ein tolles Zeugnis ausstellt, wobei hin und wieder die kommende Zeit ihre Schatten erkennen lässt:. Lesebeispiel: „Auf der Sanddünne zu St. Michaelisdonn (gehörte zum Kirchspiel Marne) hat man auch versucht, Zigeuner ansässig zu machen ; es ist teilweise gelungen. Als Musiker haben verschiedene der brauen Gesellen im Kirchspiel und durch Wanderungen ihr Brot verdient. Auch wenn sie sich mit Einheimischen verheirateten, ist das fremde Blut an der dunkle Färbung von Augen und Haaren noch deutlich zu erkennen." Anmerkung: Das sind die Familien Altenburg, Kiesewetter, Hermann, Rudolph u.a. , die hier angesprochen wurden. Da ich gerade die Abschrift des Totenregister St. Michaelisdonn (1700-1880) in meine Dateien abgeschlossen habe, sehe ich sie vor mir diese großen Familien, etwa 400 Namen in der Generationenfolge die wirklich als fahrende Musikanten, bei mancher Bauernhochzeit aufgespielt haben mögen und ebensoviele dithmarscher Bauernjungs und -deerns mit ihrer Musik verzaubert haben. Verschwägerungen mit Hansen,Heitmann,Martens, auch Plambecks u.a. Uneheliche oder voreheliche Kinder waren bei blond -rot oder dunkelhaarigen, auch damal nichts ungewöhnliches.
43 - Marne im Wandel der Zeiten
,Dr. Oskar Beber, Oberstudiendirektor i.R. 1954 bei Altmüller -150/210 auf 148 Seiten, entsprechend der Papierzuteilung in den Nachkriegsjahren einfach produziert, mit einigen s/w Abbildungen, darunter die älteste kartographische Darstellung Dithmarschens um 1542/43, aus der Karte Ostland des Cornils Anthonisz. Einziges bekanntes Exemplar in der Herzog August Bibliothek zu Wolfenbüttel. Beber erfüllte 1954 einen Auftrag der Stadtvertretung und macht das anständig im Stil jener Tage, entsprechend seiner Profession kommentierend. Beachtlich er versucht sich neun Jahre nach Kriegsende in der Aufarbeitung jener Zeit die in Marne frühe Befürworter fand. Beber wird persönlich gelitten haben unter den Zuständen im Marner Schulbetrieb. In Hitlers Gegenwart Hitlers wurde 1934 der nach ihm benannte Koog für die Besiedelung freigegeben. Schulrektor Schneider als Mitglied der Marner Freimaurerloge wurde in Frührente geschickt und durch ein NSDAP Mitglied mit goldenen Parteiabzeichen aus Nortorf kommend , ersetzt. Beber spricht von „einem kriminellen Element“aber erst aus einer späteren Chronik der Stadt erfahren wir den Namen und Hintergründe. Das Buch ist in jedem Fall eine Bereicherung, nicht unbedingt für die Familienforschung, aber dafür gibt es die Geschichte der Stadt und des Kirchspiels Marne von Prof. Reimer Hansen 1923 sowie die Chroniken nach 1991 die kompetenter berichten.
44 - Chronik des Amtes Kirchspielslandgemeinde Marne-Land
mit seinen elf amtsangehörigen Gemeinden Ewald Meier 1995 auf 806 S., 79 Farb- und über 800 s/w-Abb., geb. ISBN10: 3-88042-713-5 Aus dem Verlagstext: Beginnend mit allgemein einführenden Beiträgen über das Amt als Teil einer dynamischen Küstenlandschaft, Ebbe und Flut, Sippen, Geschlechter, Wappen und Siegel sowie die Lebensgewohnheiten der Bewohner wird die geschichtliche Entwicklung vom Kirchspiel zum Amt 1281-1994 dargestellt. Es folgen Porträts der amtsangehörigen Gemeinden sowie Beiträge über die Schulen, Kultur, Straßen- und Wegewesen, Kirchen, Küstenschutz, Wirtschaft, Landwirtschaft, Fremdenverkehr, das Jagdwesen sowie über das Vereinswesen und prominente Persönlichkeiten. Meine Meinung: Die Kirchspielslandgemeinde beauftragte ihren pensionierten, langjährigen, leitenden Verwaltungsbeamten Ewald Meier,mit der Erstellung der Chronik und so ist es denn mehr ein beamteter Bericht geworden. Aus der Sicht eines Insiders vom Amtswegen der viel über Land und Leute weiß aber wenig zu erzählen hat und vornehmlich die Geschehnisse aus Aktensicht zu Wort kommen lässt. Auf über 800 Seiten macht sich „statistische“ Aufbereitung breit. Es ist ein großes Gebiet von elf Gemeinden mit wechselvoller Geschichte und diese kommt keineswegs zu kurz. Der Ortnamenentwicklung, ein Streifzug durch Wappen, Siegel und Hausmarken, die Listen der Landesgevollmächtigten usw. fehlt ebenso wenig, wie zahlreiche Karten die man woanders nicht findet. Den oftmaligen Veränderungen der Gemeindegrenzen und ihren Ursachen, dem Wegebau und dem Küsteschutz wird naturgemäß viel Raum gewidmet. Unter dem Stichwort Kultur, von Frank Trende zugekauft finden wir natürlich Claus Harms, erfreulich einiges über Helene Höhnk, Philipp Schneidemann, Walter Jens u.a., sowie ein „Jugendbild“ des „populären Künstlers“ aus Neufeld Jens Rusch. Dem dritten Reich nähert sich das Buch mit Distanz begnügt sich mit Füllmaterial, Wiedergabe von Verordnungen und Aufrufen. Der Chronik fehlen Register, Quellenverweise und das ist bedauerlich bei diesem Aufwand dem Buch fehlt es an Leben, es menschelt nicht. Daran ändern auch die zahlreichen Abbildungen aus dem Fundus von Backens nicht. Das Werk wurde in Husum verlegt, in ansehnlicher Aufmachung gestaltet, aber die Lithos sind bedauernswert schlecht wie auch die buchbinderische Arbeit bei einem Preis von € 68,--. Für ernsthafte Familienforscher nicht empfehlend wert. 45 - Moin, Moin ! Emil Hecker, Leander Segebrecht, Eigenverlag 1983 ISBN 923774-07-9 Auf 60 Seite Fotos sw Vorwort und begleitender Text von Kai H. Tange In seiner Absicht ein stimmungsvoller Gedicht und Fotoband. In der Ausführung im Druck missraten. Man kann die Schrift schwer lesenden Aufnahmen die treffend gewählt aus derUmgebung von Brunsbüttel, ist flach ohne Tiefe. Aber es rundet das Bild um Hecker ab. Von den Bildern möchte man gerne mehr sehen. Im Skatclub Museum in Marne liegen einige Fotos von Segebrecht recht lieblos auf.
46 - Chronik des Landes Dithmarschen Neocorus (um 1590)
„… watt he vun de olen Dithmarscher vertellt…“ ISBN 3-7963-0144-4 Gesamtausgabe ,ISBN 3-7963-0154-2 Band I , ISBN 3-7963-0146-0 Band II je 130/190 mm 1300 Seiten m. s/w.Illustrationen Aus dem Vorwort "Dieses herrliche vaterländische Geschichtsbuch; die beste reichste, eigentüthümlichste holsteinische Chronik“ so begeistert begrüßte A.L.J.Michalesen, ein besonderer Kenner der Dithmarscher und nordeuropäischen Geschichte die gedruckte Erstausgabe der von Neocorus verfassten Chronik des Landes Dithmarschen. Das Lob galt Inhalt, Sprache und Ausstattung des Werkes gleichermaßen. Der Autor Johann Adolf Köster (lebte etwas 1550 bis 1630) nannte sich selbst nach Humanistenmanier Neocorus, wirkte als Schulmeister, Küster und Prediger in Büsum. Er schrieb sein Werk in einer Zeit des Umbruchs. Voller Stolz schildert Neocorus Land und Leute, Sitten und Gebräuche und trug mit großem Sammlerfleiß Zeugnisse aus der Dithmarscher Vergangenheit zusammen . Sein Dithmarschenbild hat die Dithmarscher Geschichtsschreibung Jahrhunderte geprägt. Den Höhepunkt seiner Ausstrahlungskraft erreichte sie aber erst durch den Druck den der Historiker Politiker Friedrich Christian Dahlmann aus dem Jahre 1827 veranlasste. Der unveränderte Nachdruck dieser Ausgabe ist seit 1978 auch weitesten Leserschichten zur Verfügung. Besonderer Wert wurde der mitteldeutschen Sprache zugemessen, in der Neocorus sein Werk schrieb. „Neocorus aber ist gar sehr geeignet, den Geist der sächsischen Sprache…. zu zeigen und durch wenig Mühe, die er im Ganzen macht, in das schwierige Verständnis alter Urkunden und Quellenschriften einzuleiten" Der fast überflüssige Nachsatz von mir soll zum Lesen im fast verloren gegangenen Sprachschatz motivieren. Es ist nicht unbedingt notwendig aber hilfreich Plattdeutsch zu verstehen. Das kurzweilige Lesen in diesen Büchern dient daher nicht nur der Geschichte sondern auch der Sprache unserer Heimat, ist Übung in der Sprache. Keine Frage, hier finden wir das Wissen um Dithmarschen seine Vergangenheit bis ins frühe 16. Jhdt. Detailverliebt berichtet der liebenswerte Schulmeister aus Büsum uns Ortsnamen örtliche Sitten und Gebräuche, Geschlechterverbände ohne Ende......
Leseprobe aus Band I S. 267 . Brunßbuttel Anm.: war dem Verfasser scheinbar unbekannt) Dat unerste Carspel im Lande tho Sueden an der Elve. Dorper. Brunßbuttel, Sostienhusen,Olbarwurden,Ostermhor, Osterbulmhusen, Lutke Norttorp,Westerbulmhusen, Dickendorp,Olen,Walle,Molenstrate,Grovn,Nordhusen, Dickeßhorne,Lehe.
Leseprobe: Band II S. 200 Über die Einnahme von Brunsbüttel durch Johann Ranzau 8. Juni 1559 geschrieben Neocorus berichtet wie folgt (Anmerkung: in Übereinstimmung mit Ranzau) Brunßbuttel ingenhamn. Densulven dach toch Her Johan mir des Graven Regiment noch vortt, rukede nah Brunßbuttel, nahm it ock ahne sonderlichen Wedderstandt in, den he fandt keinen Minschen dat, dat se sick nicht getruweden, den apenen Vleken tho erholden, weren damnah alle vorgeweken. Vleken=Flecken=den Kirchort
47 - 75 Jahre Neufelderkoog 2000
auf 300 Seiten A4 s/w Eine übersichtliche Chronik des jungen Kooges. Sie behandelt nur den Koog nicht das „alte Neufeld“, dafür aber sehr ausführlich und detailliert, mit Fotos zu jedem Gebäude und Namen - und Datenangaben der jeweiligen Besitzer. Zahlreiche Zeitungsberichte und Dokumente zum Koog runden das Bild ab. Übrigens erklärt der beiliegende Parzellierungsplan aus 1922 auch meine vor Zeiten gestellte Frage “ Wo liegt Platenrönne?“. Erhältlich beim Bürgermeister.
48 - Der illustrierte Schimmelreiter
Jens Rusch ,Jork&Rusch -ISBN-Nr. 3-931 427-00-5 Verlag Möller Rendsburg, Fotos Norbert Wenn 130 Seiten 360/270 mm mit vielen ganzseitigen 4c und s/w Illustrationen Euro 50,00. Der mehrfach ausgezeichnete Dithmarscher Jens Rusch, Multitalent und Kulturpreisträger von 1989 setzte seinem illustrierten Schimmelreiter folgendes Vorwort: Meinen Eltern in Liebe und Dankbarkeit gewidmet, die mich in der Zuneigung zu diesem Land erzogen haben und „Kunstwerke sind von einer unendlichen Einsamkeit und mit nichts so wenig erreichbar als mit Kritik. Nur Liebe kann sie erfassen und kann gerecht sein gegen sie.“ Rainer Maria Rilke Damit hat der Meister „der Drucktechniken“ wie ich ihn kennen und schätzen gelernt habe, sein eindeutiges Bekenntnis zu seinen Ursprüngen hergestellt, sich eindeutige geoutet. Und keiner außer Rusch konnte dieses Wagnis eingehen, die Novelle von Theodor Strom in Bilder umzusetzen, die uns heute fesseln und die die Menschen von einst, an der Küste unserer Heimat so einzigartig zeigen.Eingefangen in der Enge der Landschaft und begehrlich durch die Weite des Meeres. In der eigenwilligen Mystik der Gezeiten. Man kann sagen Rusch weiß wovon er malt. Doch er malt nicht, er bringt Gefühle zu Papier. Er bearbeitet Charaktere, formt diese und macht sie lebendig durch die Kunst seiner Striche und die Wahl seiner Techniken die er geschickt zu nutzen weiß wenn es für unser heutiges Denken mehrschichtig zu unterstreichen gilt. Persönlich freue ich mich darüber wie sehr es gelungen ist, hier alles das zu vereinen was bei mir von den Menschen meiner Heimat verwahrt geblieben ist. Nachsatz: Das Buch wurde kürzlich auch als Taschenbuch ins koreanische übertragen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen mit der der Lesekultur Südkoreas, ist dies ein Bewies für Aussagekraft der Arbeit, die in Brunsbüttel ihre Wurzeln hat.
49 - So funktioniert Dithmarschen
Jens Rusch Forschungsberichte des Wattpsychologischen Institutes Brunsbüttel, Dithmarscher Presse Dienst Verlag, erweiterte Neuauflage von 1984, Heide 92 Seiten A5 , ISBN 3-88089-013-7 Sehr viele gute Illustrationen s/w von Jens Rusch Zehn Seiten Bericht (Fotoreportage) die ersten Wattolympiade zu Brunsbüttel 1977 . Für alle die es nicht glauben woll (t)en*. Und es gibt sie doch die Wattolympiade vor BRUNSBÜTTEL. Persönliche zählte ich mich zu den Ungläubigen, denn so viel Blödsinn,(Eulenspielereien) hätte ich den Brunsbüttelern nicht zu getraut. Das Büchlein habe ich jüngst aus dem antiquarischen Buchhandel erworben um 10 Euro plus Versandspesen. Offensichtlich ist es vergriffen. Schade, ich zitiere den Klappentext. Wattpsychologie ? Dem verdutzten Leser geht schnell ein Licht auf, wie die „Kieler Nachrichten“ urteilen. Hier treiben geballter Nonsens gewaltige Blüten. Der vorliegende Band enthält neben dem 1. Forschungsbericht.“ So funktioniert Dithmarschen“ von Jens Rusch jetzt neue Forschungsergebnisse des Wattpsychologischen Instituts Brunsbüttel. Fazit: Watt ist nicht brennbar, es eignet sich bestenfalls als Barndschutzmittel. Der Saure Regen hat positive Seiten: Künftig kann Aal in Sauer direkt aus der Nordsee abgefüllt werden. „Das Watt ist weit, und weiter noch das Watt vor den Deichen, die der Mensch vor den Küsten seiner Gedanken aufgebaut hat,“ sinnierte der wattpsychologische Chefideologe Dr. Detlef Dorsch. „Besonderheiten und Absonderlichkeiten absurd-komisch aufgezeichnet für Freund vertrackten Humors. Zeitschrift „Pardon .
50 - Flüchtlingsland Schleswig Holstein
Boyens 1998 ISBN 3-8042-0802-9 290 Seiten zahlreiche s/w Bilder Gemeinschaftsprojekt von NDR und Heimatbund . 250 persönliche Erlebnisberichte geben Zeugnis über Ankunft und Aufnahme in der neuen Heimat. Wir erfahren vom Hunger und Kälte in Notunterkünften und durch die heimische Bevölkerung. Immer aus der Sicht der Betroffenen Flüchtlinge im eigenen Land. Wir spüren zwischen den Zeilen die Dankbarkeit aber auch das Zähneknirschen auf beiden Seiten. „Wie hebbt sülm nix.“ Ein eindrucksvolles Zeitdokument, welches deutlich macht, wie notwendig die Aufarbeitung auch in der Generation danach ist.“ dreizehn davon aus Dithmarschen.
51 - Ortsnamen und Ortsgeschichten
aus Schleswig Holstein zunebst dem reichhaltigen slawischen Ortsnamenmaterial und den dänischen Einflüssen auf Fehmarn, Lauenburg Helgoland und Nordfriesland sowie einen Streifzug durch die Geschichte. Hans Wilhelm Heafs 2004 ISBN 3-8334-0509-0 Hier finden wir nach einem Ortsnamenregister von Aasbüttel in Rendsburg bis Ziethen bei Ratzeburg im Ortsnamenregister ausführliche Auslegungen und Erklärungen meist unter zur Hilfenahme von Wolfgang Laur der schon 1967 im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft für Landes und Volkstumsforschung ein Ortsnamenlexikon erstellte. Zum Namen Dithmarschen erfahren wir: Dithmarschen im 6. Jh in Thiatmaresgaho,1059 in pago Thietmaresca, Ende 12.Jh Thetmarsia, 1321 Thitmarcia, 13 Jh Dethmerschen, 14 Jh to Ditmarschen: wohl aus dem asä.thiad=groß, viel (eigentl. „Volk“)+asä.mersc (aus germ.*maresca) =Sumpf(land),also etwa= das große Sumpfland, die große Marsch, das Moorgebiet. (nach Laur) Im folgenden wird die Geschichte des Landes dargestellt. Das Buch gehört zur Standardausrüstung des Familienfoscher.
52 - Schlösser und Herrenhäuser
im Nördlichen und Westlichen Holstein ISBN 3803511356 – 1981 auf 320 Seiten , Schlösser und Herrenhäuser im Herzogtum Schleswig ISBN 3803510341 – 1968 auf 460 Seiten und Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein ISBN 38035 11690 – 1973 auf 460 Seiten alle Verlag Weidlich jeweils mit mehr als Aufnahmen s/w und einigen Farbtafeln von Henning von RumohrGutsherren haben wenige Chancen in Dithmarschen gehabt aber Dithmarschen war für viele kleine Leute aus Holstein und auch Schleswig ein „gelobtes Land“, das mehr persönliche Freiheiten und Aufstiegsmöglichkeiten bot. Kein bedeutenderer als von Rumohr hätte die Entstehung und Entwicklung der adligen Besitzungen in den Nachbarländern Dithmarschens besser beschreiben können, steht die Familie des Autors in vielfältiger Weise mit zahlreichen der einflussreichsten Familien Schleswigs und Holstein im verwandtschaftlichen Verhältnis. Besonders der kulturgeschichtlichen Bedeutung ist Rumohr sehr verbunden. Lesenwerte Hintergründe für die Familienforschung auch in Dithmarschen, Besitzeraufzählungen, umfangreiche Quellen-und Namensnennungen. Für mich gab es aus den Büchern genügend Hinweise vor welchem Hintergrund die Zornigs sich um 1690 aus Ostpreußen kommend sich gerade bei Kellinghusen ansiedelten. Und warum verließen zahlreiche Familien aus Heiligenstedten um 1790 gerade ihre Heimat an der Stör und siedelten in Norderdithmarschen.
53 - Schleswig Holsteinisches Sagenbuch
Aus der Müllenhoffschen Sammlung von Frank Trende 2004 - ISBN: 3-8042-1130-5 Boyens Medien GmbH & Co. Sagen und Legenden aus alter Zeit erfreuen sich auch heute ungebrochener Beliebtheit. Sie lenken den Blick auf vergangene Tage und erzählen von merkwürdigen und rätselhaften Begebenheiten an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Noch heute bringen sie Leserinnen und Leser zum Staunen und manchmal auch zum Gruseln. Dieser schön ausgestattete Band beinhaltet die 80 beliebtesten Stücke aus dem Schatz schleswig-holsteinischer Sagen, die Karl Viktor Müllenhoff zusammen mit Theodor Storm und Theodor Mommsen aus mündlicher Überlieferung zusammentrug, unter anderem "Graf Rudolf auf der Bökelnborg", "Die Schlacht bei Bornhövede" und "Offas Kampf auf der Eiderinsel" sowie Sagen über Seeräuber, Werwölfe, Hexen und Gespenster, Klabautermänner und Unterirdische. In einem informativen Nachwort weist Frank Trende auf das Weiterwirken vieler Sagenmotive bis in unsere Zeit hin. Durch ein Ortsverzeichnis ist die Sammlung, die Stücke aus allen Landschaftsteilen enthält, schnell zu erschließen. Meinung: Die 80 populärsten Stücke aus dem Schatz schleswig-holsteinischer Sagen wurden in diesem Buch zusammengetragen. Sie berichten von merkwürdigen und rätselhaften Geschehnissen und ziehen damit die Leserinnen und Leser in ihren Bann. Erleben Sie Sagen und Legenden aus vergangener Zeit, die Sie zum Staunen, aber auch zum Gruseln bringen. Frank Trende, geboren 1963 in Dithmarschen, Studium an der Niedersächsischen Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, Zweiter Vorsitzender des Vereins für Dithmarscher Landeskunde. Seit 1995 Redaktionsleiter der Zeitschrift "Dithmarschen". Zahlreiche Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte Schleswig-Holsteins im 19. und 20. Jahrhundert.
54 - Kartographie und Topgraphie Schleswig Holsteins 1475-1652
Boyens Heide ISBN 3-8042-0286-1 . Das Büchlein stellt die wichtigsten und ältesten Karten Schleswig Holsteins vor die mittlerweise sehr selten meist an entlegene Orten und häufig nur als einzige Exemplare erhalten geblieben sind . Darunter auch Peter Boeckels Dithmarschen Karte von 1559 Diese Karte zeigt Dithmarschen in der natürlichen Gliederung, auch menschliche Eingriffe sind mit Deichen, Wegen, Ackerfluren, Siedlungen und alten Schanzanlagen festgehalten, die Insel Büsum die erst 1585 landfest gemacht wurden. Vor Brunsbüttel ankern feindliche Kriegsschiffe. Diese westgerichtete Darstellung des Landes als Holzschnitt konnte ich vor Jahren in der österreichischen Nationalbibliothek sehen.
55 - Beiträge zu einer Chronik der Dithmarscher Bauernfamilie Schröder
Linie Arkebek-Fiel - Zusammengestellt von Ludolf Schröder-Hamburg Heider Anzeiger 1927 im Format 16/240 s/w auf224 Seiten Exzellente Familienchronik ausgestattet mit umfangreichen,urkundlichen Material Familiengeschichte wird hier der Orts-und Landesgschichte gegenübergestellt Originell die UnsterschriftenTafeln von 20 Schröder Stammväter zwischen 1661 bis 1926 Ausführliche Kommentare zu den ca. 400 Schröder Personen und ebenso zu den Angehörigen.Schröder waren auch erste Bewohnern des Friedrichskoogs. Ergänzt wird der Stammbaum durch unzählige Personenfotos sowie durch zeitgenössiche Illustrationen von Haus und Hof. Die Ahnenspitze führt bis hin zur großen Dithmarscher Reformatorin Wiebke Nanne und deren Vater Peters Hans Nanne in Hemmerwurth einem 48er., der älteste Ahn ist bezeugt als Peter Gude (* um 1403) welcher um 1564 Bürgermeister von Rendburg war.
56 - St Margarethen Kirchspielchronik
1913 Pastor Dr. Wilhelm Jensen ,430 Seiten 190/280 Die Kirchspielchronik der Gemeinde St Margarethen von Pastor Dr. Wilhelm Jensen wurde noch vor dem ersten Weltkrieg geschrieben und liegt in dieser Anmutung vor mir. Allein die buchbinderische Qualität, Papier und Gestaltung sind ein Vergnügen dieses Buch zu betrachten. Es gibt viel zu lesen aus dieser Geschichte der Ortschaft die zugleich eine Geschichte der südwestlichen Wilstermarsch ist, wie der Autor richtig festhält. Pastor Jensen ist für die Wilstermarsch das was für Brunsbüttel der von mir verehrte Wilhelm Johnsen ist. Hobbyhistoriker, Familienforscher und exellenter Beobachter seiner Zeit dem es gelingt den Menschen der Gegend das Wort zu lassen. Sprache und Lebensumstände werden wieder lebendig. Die Umwälzungen der Zeit, damals der Bau des Kaiser Wilhelm Kanal brachte große Einschnitte für die Bevölkerung. Jahrzehntelang „funktionierte“ durch die Eingriffe in die Natur das Grundwasser nicht, das Wasser war ungenießbar. Der Kampf mit der obersten kaiserlichen Behörde auch. Dr. Jensen, der unzählige Stammbäume seiner Zeit erstellt hat, darunter den so bedeutende der Familien Witt-Warstede, öffnet seinen ganzen gossen Fundus in diesem Buch. Mit Karten, Dokumenten und ausführlichen Fußnoten die so viele Informationen transportieren. Lehrer Hansen aus Kudensee hat dem Buch unterstützend ein Register verpasst, das diesem inhaltsschweren Zeitzeugen noch mehr Gewicht verleiht. Durch die Zeichnungen der Duchten der Gemeinde liegt eine ausserordentlich genauere Beschreibung über Wege, Kanäle, Haus und Hofstätten vor. Zahlreiche frühe Fotos in guter Qualität von Haus Hof und den Menschen, von damals vor 1913 in St. Margarethen.
57 - Chronik der Gemeinde St.Michaelisdonn
1984 von Wilhelm Stock ,Druck Möller Söhne Rendsburg. 300/225 mm - 320 Seiten. Im Vorwort schreibt der Verfasser „Außerdem greift der Inhalt der Chronik in angemessener Weise über den Rahmen unserer engeren Heimat hinaus, um die Geschichte von St. Michaelisdonn zur Welt , in der wir leben , ein wenig in Beziehung zu setzten“ Und so ist denn das Buch gespickt mit „fremden Federn“ von Goethe zu Rilke zu Storm und Claudius. Dabei geht trotz der Fülle des hier gesammelten Materials das identische verloren. Wie könnte denn ein Ort wie St. Michael 320 Seiten füllen? Was man in der Chronik zu Büttel so trefflich verstanden hat fehlt hier denn diese Chronik ist die Sicht eines Verfassers und nicht die Sammlung einbezogener Zeit- und Dorfzeugen. Lehrer Stock legt seine Lupe zu sehr auf ein verloren gegangenes Paradies. Zu großzügig in der Darstellung der Gesamtsicht und dabei wenig ergiebig für Familien und Hofforscher. Wenigstens im Bildmaterial finden wir vieles aus dem Archiv von Foto Gilbert.
58 - Heimatbücher des Kreises Steinburg
Drei Bände, im Auftrage des Kreisausschusses der Heimatbuch-Kommission Glückstadt. Verlag von J. Augustin. 1924, 1925 u. 1926 mit über 600 Abbildungen sowie tlw. gefalt. Karten und Plänen 502, 516 und 584 Seiten. Format 27 zu 20cm. Leinenbände mit illustriertem Deckel- und Rückendruck. "Historische Karte der Wilstermarsch" und "Historische Deichkarte des III. holsteinischen Deichbandes Krempermarsch". Mit der Auflistung der Gefallenen des Kreises im Weltkriege 1914 – 1918 .Ausführliches Personen- und Sachregister. Während der Kreis 1920 im Heimatbuch Brockdorf noch feststellt - das es nicht an der Zeit sein – für derartige Dinge großzügig Gelder zu verwenden scheint man wenige Jahre später eine Goldader gefunden zu haben. Derartig aufwendige und umfangreiche Heimatbücher sind selten. Drei an der Zahl dicke schwere Bände die nichts auslassen und einen lückenlosen Bericht inkl umfangreichen statistischen Bericht der Zeit, über jedes Fleckchen Steinburg geben. Der Familienforscher hingegen wird enttäuscht, da es wenige Namenslisten gibt Ausnahme die Listen aller Gefallenen des Krieges 1914-1918 mit Geburt - und Sterbedatum u. Ort. Doch auch der ausführliche Beitrag über die Orts und Flurnamen des Kreises von Franz Michaelsen entschädigen. Die Ortschaften werden ausführlich beschrieben. Wer sich nach der Lektüre noch immer nicht auskennt über die Details hat sich wahrscheinlich nur dem umfangreichen Bildwerk dieser Bände oder die beigefügten Karten gewidmet. Die Bücher sind aufwendig gebunden im teuren Leinen und excelent gedruckt wie es heute kam wer zustande bringt mehr als 600 Aufnahmen die nicht nur wegen ihrer Motive einzigartig sind. Die Bücher sind im antiquarischen Buchhandel zu finden.
59 - Süderdithmarschen
Boyens Heide 1970 ohne ISBN 204 Seiten zahlreiche s/w Abbildungen .Dieses Buch wurde zur Erinnerung an den Kreis Süderdtihtmarschen verfasst der am 26.4.1970 in den Kreis Dithmarschen aufging. Fast 400 Jahre bildete der Süderdithmarschen einen eigenen Verwaltungskreis der sich wesentlich von dem der Nordermarsch unterschied. Ausführlich wird der Entwicklung der letzten Jahrzehnte Platz eingeräumt Besonders die Landgewinnung und Bedeichungen wird zahlreichen historischen Karten dokumentiert. Beachtlich für Dithmarschen. Da wird auch 30 Seiten der Vorgeschichte des Nationalsozialismus gewidmet, allerdings im (verschlossenen) Stil des Zeitgeistes von 1960.Es geht halt um Verwaltung in diesem Buch das vom Kreis Süderdithmarschen finanziert wurde. Alles in allem ein Buch dessen Inhalt man woanders viel authentischer vorfindet.
60 - Süderhastedt -
Ein Dorf im Wandel der Zeit 1990 Format 175/245 auf 350 Seiten gedruckt in Husum s/w Eine aufwendige Gemeinschaftarbeit dokumentiert ist diese Chronik die sich aber mit der Sammlung des „leicht“ verfügbaren beschränkt und dabei die Bedeutung der Ortschaft die diese über die Jahrhunderte für den Süderteil Dithmarschens hatte außer Acht lässt. Auch die Stellung der Kirche die schon 1140 gegründet wurde wird nur gestreift, immerhin wurden aus dieser Pfarre zunächst Marne (1281) und in der Folge alle anderen Kirchen in der Südermarsch gegründet. Wenige Hinweise für Familienforscher. Über das adlige Gut Lütjemhastedt, eines der wenigen die es je in Dithmarschen gegeben hat, habe ich anderswo schon interessantere Geschichten erfahren. Zum Beispiel. Balster Hans und seine Liebste über Kapitän Johann Hutwalker das Adelsgut Kleinnhastedt, Balster Hans von Buchwald in Dithmarschen Zeitschrift für Landeskunde und Heimatpflege Heft 2 aus 1954 von Wilhem Johnsen. Zum Beispiel: Das dritte Jahrbuch des Vereins für Dithmarscher Landeskunde aus 1919 befasst sich über 50 Seiten mit der Geschichte Kleinhastedts (Gerichtsassessor Dr. Köhler Kiel) Die Familie Köhler sind heute noch (über 300 Jahre) Eigentümer des ehemals adligen Gutes.
61- Tegetthoffs Marsch in die Nordsee
Oeversee,Düppeler Schanzen Helgoland im deutsch-dänischen Krieg 1864 Klaus Müller 1991 Verlag Styria Graz ISBN 3-222-12007-2 auf 151 Seiten,170/240 mm zahlreiche historisch Abb.-Fotos (teilweise vom Seegefecht) s/w Aus dem Klappentext: Die Frage um den Besitz von Schleswig Holstein führte 1864 zum deutsch-dänischen Krieg Die Gefechte Oeversee, den Düppeler Schanzen und das Seegefecht bei Helgoland, zwischen einem österreichischen Geschwader mit preußischer Beteiligung und einem dänischen Geschwader stehen im Mittelpunkt dieses historischen Sachbuches. Vorhaben des Autors ist es aber auch, die Rolle Österreichs, seiner Armee und seiner Flotte, zu korrigieren .Anmerkung: Nicht nur für den Militaria - und Marine-Sammler sondern auch der Familienforscher.
62 - Tieden / Ivo Braak Roman
in veer Törns ,Husum 1981 ,ISBN 3-88042-144-7 350 Seiten, Diese Buch ist nicht unbedingt Quelle der Familienfoschung, obwohl Ort und handelnde Personen das vermuten lassen. Der Lebensroman von Ivo Braack aus Marne in der Sprache unser Kindheit umfasst die Zeitspanne vom Beginn des ersten Krieges bis zum Ende des dritten Reiches vornehmlich aus der Marner Sicht. Die Welt die sich da öffnet ist der Alltag der einfachen Leute in unserer Heimat, in Marne aber auch von Ausflüge nach Wien lesen(!!) wir Alles wird akribisch und in platt gar nicht platt geschildert durch den Hochmeister des Niederdeutschen. Wem die Sprache fremd ist, der liest sich schnell ein. Ich bin dem Ivo Braack für besinnliches und heiteres dankbar, schon die Namen der handelnden Personen lassen viel Spielraum für Ausflüge in die vergangene Welt von „gar nicht solange her“. Über die Konfirmatschoon in Marne und vom neuen Pastor Horstmann der aus Nordschleswig nach Marne versetzt dem es gar nicht so leicht gemacht wurde …. hier schildert der Bruder des Hauptakteurs wie er die Konfirmation und den Pastor erlebte…. eine kleine Leseprobe: Liekers kreeg ick dat doch noch hen, dat ick an de Karkendöör Stunn, as ji rutkemen mit den Pastor an de Spitz. He keek ja ok bloots’n Viddelstünnn namedaggs bei un in. Mehr Tied haar he nich. He harr al teihn Tassen Kaffee achter sick un noch foffteihn vör sick. As he’n paar Wöör seggn dee, heff ick knapp henhöört,- wat schall dat, dach ick. Is doch ümmer desülbige Leier. Awer denn muß ick doch tohören. He snack keen Bibelkraam. He snack von uns Stadt, un dat du dor nu bald rutgungst. Un denn sä he een Woord,- Minsch Wille, dat heff ick behooln. He sä , so’n Dichtersmann hett mal von sein Stadt seegt: dat weern man lütte Hüüs, meistendeels Nebel un Wind, dat Watt vör de Döör un dor achter de See- liekers, sä he hung sein Hart an disse Stadt. Un wörum? Weeßt du, wat disse Mann to Antwoord geef: „Der Jugend Zauber für und für ruht lächelnd doch auf Dir, auf Dir orscher eine Fachlektüre mit zahlreichen Hinweisen, Dokumenten und Quellen.
63 - Volksleben in holsteinischen Gutsbezirken
Karl Wachholtz Verlag 1979, Karl-S. Kramer u. Ulrich WilkensHerausgegeben vom Seminar für Volkskunde der Christian Albrecht Universität Kiel Das 450 Seite umfassende Buch (Format 15/22cm) ist das Ergebnis umfangreicher Forschungsarbeiten und Untersuchungen auf Grund archivarischer Quellen die sich ausschließlich mit dem Gut Schönwiese beschäftigen. Das Gut liegt im Landkreis Plön unweit der Landstrasse von Plön nach Lütjenburg. Zum benachbarten Gut Ranzau zählten 1855 1114 zu Gut Schönwiese nur 834 Einwohner. Anders als in Dithmarschen hat es in diesem Teil Holsteins noch lange Leibeigenschaften gegeben und diese hat das Gesicht der Gutswirtschaft geprägt. Das Buch ist detailliert bei der Auswertung der sozialen Lebensbedingungen in der Zeit zwischen 1750-1866. Die Gerichtsbarkeit und Polizeigewalt die der Gutsherr ausübte so auch über das Recht zur Feststellung des Heimatortes . Die Maßnahmen von damals erinnern an die Fremdenfeindlichkeit unter uns heute, schlimmer noch waren die „Fremden“ vor 200 Jahren oft Personen die nicht in der Lage waren ihr Heimatrecht zu dokumentieren …. so sagt der Bettler Nicolaus Janssen aus “Er habe 48 Jahre und 4 Monate dem König (dem dän. König) als Soldat gedienet“ Dieser Mann ist dann lange Zeit unterwegs gewesen , war dabei auch einige Zeit als Schweine Hirt in Grönitz und Grebin, aber keine vollen drei Jahre, sodass er auch dort kein Heimatrecht erwarb. Über dieses Gut wurden alle Unterlagen fast tagebuchartig aufgezeichnet und so ist es eine authentische Quelle über die Lebenswelt mit viele Namen und weiterführenden Informationen für die Familienfoschung Nachdem ich dieses Buch durchgearbeitet habe, werden die Motive für den Zuzug vieler Menschen aus dem holsteinischen nach Dithmarschen deutlich. Eine bedeutende Anzahl „großer Bauerngeschlechter“ in Dithmarschen wurden aus dieser Gruppe begründet. Das Gut Schönwiese ging 1814 bankrot und wurde von einem Hamburger Kaufmann erworben. Der Einblick den dieses Buch gewährt, lässt uns die Ambitionen einiger Dithmarscher Bauern besser verstehen die um 1800 herum in Ostholstein Grund und Boden kauften, darunter Vollmacht Hansen aus dem Sophienkoog, der 1802 das Gut Ascheberg von der Familie Ranzau/Ratstorf erwarb, das er aber 1814 wieder verkaufen musste als sein Stern im sinken war. Über Vollmacht Hansen an anderer Stelle mehr , es sind zahlreiche Aufsätze über ihn aus der Marner Zeitung 1924 bis 1928 von Helene Höhnk erhalten
64 - Meister Jürgen Heitmann der Ältere in Wilster
ein Bildschnitzer des siebzehnten Jahrhunderts 61 s/w Fotos aus den 20er Jahren des vorigen Jhdts. Wilhelm Johnsen 1938 - Verlag Johann Schwark Söhne Wilster nur mehr antiquarische erhältlich .Meine Meinung: Warum nur in die Ferne schweifen denn das gute liegt so nah. Wir besuchen Florenz oder Wien und bewundern dort Künstler alter Zeit. Schau’n wir nach nebenan: Nicht nur der Altar in St. Margarethen, Beidenfleth, Schenefeld und Erfde usw. die Bartler Kanzel, sondern Türen, Schränke und Truhen, Grabsteine und Schnitztafeln aus Brunsbüttel, Helse u.v. m. stammen vom den beiden Heitmännern aus Wilster. Dessen Arbeiten die in vielen Museen im Lande immer noch Beachtung finden und in Kirchen nach wie vor zum Ruhme Gottes dienen, sind allgemein wenig bewusst. Zwei absolute Meister ihrer Kunst aber auch Menschen die der raue Wind der See geprägt haben - mit rüdem Umgangston - von denen relativ viel persönliches aus Gerichtsakten der Nachwelt zu erfahren
65 - Denckmahl von den hohen Wasser Fluthen,
wie selbigen insbesonderheit in der Wilster-Marsch eingebrochen in den Jahren 1717-1725" von Pastor Gregorius Culemann (4.8.1661- 6.1.1733) St.Margarethen Weihnachten auf dem First eines Strohdaches im einkalten Wasser ? Für uns nicht zu befürchten. Zu Weihnachten 1717 und in folgenden Jahren war alles anders an der Nordseeküste. Gerade waren die Jahre der großen Pest vorbei die besonders in Averlak aus jeder Hütte ein oder zwei und mehr Leichen forderte Die Weihnachtsflut von 25.11.1717. und andere… „...sie kam an dem genannten ersten Christ Tage des Morgens um 10 Uhr. Denn da der Elbeteich in Dittmarschen nahe Brunsbüttel durchbrochen, ging die Fluth über das Eddelaker Kirchspiele und zerriß den Dundenteich, drang in den Kudensee der dadurch hoch anschwoll, daß wilde und saltzige Meerwasser in Manneshöhe, wie große dicke Tonnen gleichsam geweltzet durch Seedörp nahe dem Kudensee gelegen, über das Eklackermohr mit unbeschreiblicher Geschwindigkeit, gar gewaltigem Brausen und entsetzlichem Geräusche daher in die anderen Theile der Marsch stürzte …“ Den Bewohnern unser Heimat blieb nicht lange Zeit zum ausatmen, denn am 26. Februar 1718 brach abermals das Meer in Land hinein. Pastor Culemann aus Wilster berichtet über viele Einzelschicksale, die zu der damaligen Zeit als Gottes Gnade, als Vorsehung als Wunder lange nachgewirkt haben. Ein Beispiel…"Jener mit namens Peter Feldmann ist mit seiner Frauen und zweyen Kindern, nemlich einer Tochter des Nachbarn und einem Sohne von 6 Jahren, zusammen mit dem Hause, in welchem er auf dem Dunden im Kirchspiel Eddelak, insbesonderheit Avelak-Dunden gewohnet, weggetrieben und zu zweyenmalen wohl behalten in unsere Marsch angetreiben…“ „…diese wunderbare Führung und Erhaltung ist dergestalt geschehen….wodurch sie zuerst mit großer Mühe und Beschwerde auf dem Strohdach kommen wo mit seiner Frau und zweien Kinders liegend bleibet bis die Wohnstelle hinweg getrieben wird… Hier war nun Zeit zu beten und zu singen ...“
66 - Aus dem Fliegenden Blatt
Ein Medium aus dem 19. Jahrhundert Die Verbreitung von Neuigkeiten geschah bis Ende des 19.Jhdts. durch Lieder des Leierkastenmannes und dem Fliegenden Blatt. (Welches schon um 15oo in Dithmarschen Verwendung fand) Auf einigen Quardratmeter Leindwand warf ein schnellarbeitender Maler bluttriefende Gemälde, die dann von der Begleiterin des Bänkelsängers mit einem Stock deutende erklärt wurden. Auch die grausige Tat von Gross Campen bei Wilster konnten sich diesem Medium nicht entziehen. Das Geständnis Timm Thode’s des achtfachen Mörders und Brandstifters wurde bei J.Kahlbrock Ww. zu Hamburg gedruckt. Hier ein Teil des damals weitverbreiteten Textes dieser Moritat. Getextet wurde es von einem der zahlreichen Poeten die für das Haus Kahlbrock´arbeiteten. Das Geständnis des Timm Thode’s : "In Groß-Campen lebte fröhlich Thode und sein Weib; es ward Ihr Glück lange schon vollzählig durch sechs gute Kinder,guter Art. Da in mitternächt’ger Weile Ward ihr Nachbar aufgeweckt Sprang schnell auf in größter Eile vom Feuerruf erschreckt........ moralisierende Schlussvers : "Wenn der Mensch auf dieser Erden rechtlich handelt, geht’s ihm gut; aber Strafe muß ihm werden wenn er nichts als Böses tut.“ Einer der bekannten Sänger in Dithmarschen war die Gestalt des alten "Professor Reimers". Er war Schulkamerad von Claus Groth, welcher sich nicht wenig auf seine Kunst einbildete und dem Dichter erklärte: “Du büst Professor,ik ok. Un ik mook all din Leeder bekannt mit min Duddelkasten“ Es war ein Dithmarscher, Brunsbütteler Abstammung, der angeregt durch Herder, auf den hohen Wert dieser Drucke und er Verbreitung hinwies und der sich selbst im Dichten volkstümlicher Lieder übte. Johann Boje begnet uns in Hamburger Liederblättern mit "Lore am Tore“. So hebt das Moritatenlied an: "Werft,Menschen,einen Trauerblick auf eine große Mordgeschichte (!!); und auf das schreckliche Geschick, was ich im Liede hier berichte.“ "Das Volkslied in Schleswig Holstein“ 1927 und "De Orgeldreier“ 1938, Ausschnitte aus Dithmarschen Blätter der Heimatgestaltung“ 1939
67 - Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild
Verein Wilstermarschhöfe e.V. Sitz Wilster gedruckt bei Schwarck Söhne Wilster 1980, erhältlich nurmehr im antiquarischen Buchhandel ca. Euro 40.--,500 Seiten 165/240mm . Dieses Buch wäre die logische Ergänzung zu dem vorher genannten, doch es ist vor 1983 erschienen und ist die mühevolle Leistung von Dr. Hellmut Augustin aus Glückstadt. Aufgenommen wurden alle Höfe der Wilstermarsch und durchnummeriert (diese Nummerierung ist mit dem Textband identisch.) Den durchwegs schwarz weißen Abbildungen (85/125mm pro Haus) sind pro Gemeinde 4c Luftbilder vorangestellt. Auch dieses Buch zeigt im Anhang etwa 60 Höfe aus Kuhlen, Ostermoor, Altenkoog und Brunsbüttel. Zwei Landkarten (1:25 000) runden diese bedeutenden Quelle Zeugnis unserer Heimat und dem notwendigenVeränderungsprozess ab.
68 - Die Bauernhöfe der Wilstermarsch
mit ihren Familien Verein Wilstermarschhöfe e.V. Sitz Wilster gedruckt bei Augustin in Glückstadt 1983 erhältlich nurmehr im antiquarischen Buchhandel ca. Euro 40.-,600 Seiten 165/240mm Diese Buch setzt die Tradition fort die Genealogie der Bauerhöfe einer Region zu erfassen wie es dies aus der Krempermarsch seit 120 Jahren gibt und ist von außerordentlicher Bedeutung für die Familien und Hofforschung kann aber auch gesellschaftspolitisch nicht hoch genug geschätzt werden. Es wurden alle Hofstellen ab 2 ha und deren Besitzerfamilien (Bewohner) der letzten 200 manchmal 300 Jahre bis 1975 mit Geburts, - Sterbe- und Heiratsdaten, inkl. die Angaben zu den Kindern, mit entsprechenden Querverweisen die Hochzeitspolitik der einzelnen Familien betreffend. Es wurden alle Gemeinden der Wilstermarsch erfasst, zu jeder Gemeinde gibt einen geschichtlichen Überblick. Dem Buch vorangestellt ist eine Kurzfassung der Geschichte der Wilster Marsch von Pastor Dr. Wilhelm Jensen aus dem Jahre 1925. Wilhelm Jensen ist das für die Wilstermarsch was Wilhelm Johnsen für Brunsbüttel und die Südermarsch ist. Ein 30 seitiger Anhang informiert über den Wirtschaftsraum Brunsbüttel. Eingeleitet wird dieser Teil mit einem Überblick zur Geschichte der Gemeinde Ostermoor mit dem Altenkoog und Brunsbüttel-Süd. Verfasst von Herbert Ritscher 6.1.1983 Es folgen nun 50 Hofstellen mit den Familien und es wird auch erwähnt an wem die Höfe verkauft wurden und wohin die Familien siedelten (nicht bei allen angegeben) Dem Buch ist eine historische Landkarte beigeben.
69 - De Reis na´n Hamborger Dom
Theodor Piening,Schuster Verlag Leer 1973,343 Seiten ,Vorwort von Dieter Bellmann. Frakturschrift. Nachdruck der ersten illustrierten Ausgabe 1883 mit Holzstichen von Christian Förster. In der Regel sind es Bücher/ Aufsätze die einen direkten Bezug zur Familienforschung in unsere Region haben oder dafür ausgewertet werden können, auf die ich hier hinweisen möchte. Im Zusammenhang mit Windbergen (siehe oben) ist mir dieses Buch wieder in die Hände gekommen und ich erwähne es hier. Denn die Reise nach dem Hamburger Dom ist auch ein sozialkritisches Buch aus einer Zeit da Bewohner des flachen Landes den exotischen Großstädtern noch Respekt zollten und umgekehrt mit viel Hochmut bedacht wurden. Die längste Reise die mein Vater in seinem Leben unternahm und dabei die Elbe in südlicher Richtung queren musste war seine abenteuerliche Reise nach Wien. Gleich ihm hat die Elbe das Weltbild vieler Generationen begrenzt. Eine Reise nach Hamburg war da schon ein Abenteuer welche Piening trefflich zu zeichen vermag. Es ist der Windberger Bauer Hans Delft und Klaas Thiessen und ihre sechszehnjährige Söhne Fritz und Hinnerk die uns in vielen schrulligen Geschichten durch das plattdeutsche Buch begleiten. „En Reis na en so grote Stadt, as Hamborg ist, bedüd op’n Dörpen ganz väl mehr as en Reis um de ganze Welt“ Es ist in der Umgangsprache geschrieben in die man sich rasch einfindet. Der Autor schlägt mit dem Buch auch eine Brücke in seine Kindheit . Windbergen wurde mit diesem und dem zweiten Buch über „de Reis“ schlagartig bekannt, es wurden neun Auflagen von diesem Buch auf gelegt. Piening veröffentlichte mehrere, meist humoristische Schriften in plattdeutscher Sprache Dr. Peter Karl Theodor Piening, 16. Juli 1831 Meldorf bis 14. August 1906 Hamburg, besuchte in Meldorf das Gymnasium, nahm am Schleswig-Holsteinischen Krieg teil, studierte in Kiel und Göttingen Philologie und promoviert 1856, in Hamburg lebte er als Privatlehrer und später als Schriftsteller er stirbt am 14. August 1906 in Hamburg.
70 - Geschichte der Gemeinde Windbergen
Sabine Drücke – Carstensen Format 210/290 184 Seiten s/w. wenig 4c, gedruckt bei Boyens, Heide 2004 Herausgegeben von der Gemeinde Windbergen erhältlich im Amt Kirchsspielslandgemeinde Meldorf Land Postfach 804-2567 Meldorf Ziemlich kompakt zusammengefasst die Geschichte dieser alten Dithmarscher Gemeinde nach dem Konzept der Frau Drücke – Carstensen unterstützt durch das äüßerst komprimierte Layout ladet das Ganze nicht zum einuntertauchen ein wie am Cover versprochen. Um es kurz zumachen, diese „Geschichte“ ist wenig hilfreich für Familienforscher, obwohl hier alles gesammelt wurde was die kleine Ortschaft hergibt, vor allem an alten Aufnahmen, dennoch kommt wenig Freude auf. Die beauftragte Autorin oder doch nur Konzeptionistin(?) fliegt über Jahrhunderte und Ereignisse wie eine Berichterstatterin aus der Ferne die das Feuer nicht zu entfachen vermag, weil sie zwar Geschichte sammelte aber die Geschichten nicht lebendig werden lässt. Hier fehlt, was woanders oft überreichlich gedruckt wird. und so menschelt es nicht in am Wodansberg. Viel wird dokumentiert mit reichhaltigem Quellenverzeichnis, aber zum Verweilen lädt es nicht ein. Auch wenn sich das Konzept am Buch, „Geschichte Dithmarschens“ das 2000 bei Boyens erschien anlehnt , öffnet es nicht das Tor in die Lebenswelten der Windberger. Dabei wäre die von Hans Beeck 1956 verfasste Chronik von Windbergen eine gute Ausgangssituation gewesen, (die unumgänglich zitiert wird) doch die neuere Geschichtsschreibungen orientiert sich lieber am Auftraggeber und an die Darstellungen dessen was von der dörflichen Kultur bis heute nur mehr bruchstückhaft übrig geblieben ist. Nicht viel für Windbergen. Weil ich mir für meine Arbeit aus Büchern wie diesem verwertbares Material erhoffe bin ich in meiner Beurteilung zu diesem Buch besonders enttäuscht und darf die Verantwortlichen auf vergleichbare Bücher wie die von mir oben beschriebenen „Büttel an der Elbe“ aber auch „Chronik der Gemeinde Buchholz“ aufmerksam machen. Lobenswerterweise wird die Zeit des Nationalsozialismus nicht ausgelassen. Ein einzigartiges Zeitdokument gibt Einblick in den Alttag. Der Bauer Hein Kloth hatte im Auftrage des Bauernschaftsführers Hans Beeck für die Jahre 1939-1945 ein sehr sorgfälltiges Dorfbuch geführt. Kloth vergrub sein Tagebuch als die Engländer kamen und grub es nach seiner Entnazifizierung wieder aus. … „Ich hatte die Geschäfte und das Geldwesen der Ortsgruppe geführt und war somit belastet. Hinzu kam das ich Träger des goldenen Parteiabzeichens war, somit gehörte ich zu denjenigen, die die Mitgliedsnummer unter 100 000 hatten. Davon waren in Windbergen sechs.
71 - Die Witt-Warstede
Nach den hinterlassenen Aufzeichungen von Gustav J.J.Witt heraugegeben und ergänzt von Dr. W.Jenssen (Pastor in St.Margarethen) im Verlag J.Augustin, Glückstadt 1935 Format170/240 auf 140 Seiten sw/Leinen gebunden . Pastor Jensen der schon mit der grossartigen Chronik von St.Margarethen begeistet hat hier unendliche viel über die Familie Witt-Warstede in den Zusammenhang gestellt. Was Jensen schrieb ist bezeugt und es gibt keine Vermutungen die fehl leiten. So ist das Buch auch die Geschichte der Duchten Uhrendorf und Warstedt in Beidenfleht. Das Reststück einer Gedächtnistafel der Familie aus 1575 finden wir in der Kirche zu Beidenfleth. Bilder und Karten runden die exakte Arbeit des großen Familienforscher Jenssen ab. Wieder ist hier ein Rendburger Bürgermeister die Ahnenspitze aus dem Jahre 1280. Es ist die Zeit der Anfänge aus der Bildung der Familiennamen im Nordelbischen ja er macht uns Familienforschern ein besonders Geschenk, indem er das älteste Einwohnerverzeichnis des Amtes Steinburg von 1499 hier gut leserlich absetzen lässt . Lesebeispiel: To Hakebu (Klienhakeboerducht),Johann Bremer ,Juergen Schel ,Clawes Poppe ,Johann Poppe Marquard Brand ,Johan Herik ,Borchard Willem ,Jacob Bulth ,Johenneke Wenne
72 - Das Leben des Tagelöhners Johann Wiese
Dr. Dietrich Stein Verlag: Boyens & Co.ISBN: 3 - 8042- 0610 - 7 Geschichte 1761 - 1796 im Roman Es war schon lange überfällig diese Buch aus unser Heimat mit über 470 Seiten hier zu würdigen. Die Lebensgeschichte des Dithmarscher Tagelöhners Johann Wiese wird erzählt. Er wächst in Armut auf. Nach einer Missetat hat er noch einmal Glück. Er strengt sich an, um voranzukommen. So verdingt er sich für viele Jahre als Soldat, arbeitet während dieser Jahre zeitweilig als Tagelöhner und lernt nebenbei ein Handwerk - sein Wunschtraum - , das des Leinewebers . Er findet auch eine liebe Frau.Trotzdem, später muss er aus Not stehlen und wird schließlich auch des Totschlags angeklagt. Schlagworte: Tagelöhner, Boßeln, der Bürgergehorsam, 1788 Krieg: beginnend mit dem Angriff des schwedischen Königs Gustav III. gegen Russland, Kopfsteuer, Kreditangebot, Mord Orte: Das ehemalige Dänemark: Schleswig-Holstein,Ketelsbüttel, Wöhrden(Hafen), Meldorf, Rendsburg, Preetz, Burg, Dithmarschen, Wilstermarsch, Itzehoe, .. Zahlreiche Namen verschiedener Pastoren, Johann Wiese, sein Großvater, seine Eltern und Bruder Hinrich, Bauer Gravert und Frau, der Bauer Claus Hinrichs und Tochter Wiebe, Justizrat Boie, der Soldatenwerber und Leineweber Bruuns, der Stubenälteste Groth, Christian VII. von Dänemark und seine Frau Caroline Mathilde, Oberstleutnant von Pentz, der Statthalter der Herzogtümer Schleswig-Holsteins: Prinz Karl von Hessen, Johanns spätere Frau Triencke Jochims, ... Dr.Dietrich Stein geb. 1948 ist hauptberuflich Seelsorger in Barlt , wo der umstrittenen Pastor aus Hemme, Gustav Frenssen (1863-1945) geboren wurde der als Bestsellerautor zur Kaiserzeit und auch später noch, vielfach die Gemüter erhitzt. Am Ende des zweiten Buches, dieses in vieler Hinsicht auch für Familienfoscher interessanten Roman, spricht der Autor sicher vielen Ahnenforschern aus dem Herzen: ... Gegenwart und Vergangenheit scheinen sich für mich auf einmal zu vermischen. Oder war das die Erfahrung, die ich machte und die mich begreifen ließ, das die Vergangenheit nichts Totes ist, sondern das sie nur ihre Wege oft fern von unserer Zeit geht, bis sich die Wege kreuzen und wir uns mitten in ihr wiederfinden …
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